28.07.2016
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Klangprobe: Nur mit Stimmen hoch hinaus

 Lars Wierum (v.l.), Christian Veit, Max Weise, Robert Uliczka, Carsten Rode

Lars Wierum (v.l.), Christian Veit, Max Weise, Robert Uliczka, Carsten Rode

Foto:

Peter Rakoczy

Köln -

„Wenn man kein Instrument spielen kann, aber trotzdem Popstar werden will, dann bleibt nur Singen.“ Für Robert Uliczka ist die Sache klar. Sein Instrument ist die Stimme, seine Musik A-cappella. Und mit seinen vier Sängerkollegen von Scampi will er ganz hoch hinaus. Seit 2008 gibt es die A-cappella-Gruppe, die nach dem Krustentieren benannt ist. Robert Uliczka, Lars Wierum und Christian Veit sind seit den Anfängen dabei, Carsten Rode und Max Weise erst seit Mai 2012. Mit den beiden Profimusikern wollen die drei Ur-Scampis den Weg auf die großen Bühnen der Republik finden. „Wir wollen uns als Konzertband etablieren, uns einen Namen machen wie etwa Basta und die Wise Guys“, sagt Carsten Rode, den alle nur Cairo nennen.

Doch aller Anfang ist schwer. Bis jetzt sind die fünf Stimmakrobaten überwiegend auf Straßenfesten und Privatveranstaltungen aufgetreten. Das soll sich jetzt ändern. Beim „German A-cappella Bundescontest“ in Sendenhorst hat Scampi gerade den ersten Platz belegt. Einige Bühnenkonzerte sind nun geplant, so wie der Auftritt gestern im Rahmen der Kulturreihe Düxer 1/4 im Bürgerhaus Deutz. Das aktuelle Programm, das auch auf CD zu haben ist, heißt „Fisch war Gestern“. Auf dem Album ist noch die alte Besetzung zu hören ohne Rode und Weise. An neuem Material wird mit Hochdruck gearbeitet und im aktuellen Bühnenprogramm sind auch schon neue Stücke enthalten.

Ein volles Klangbild

Mit ihren unterschiedlichen Stimmlagen sind die fünf Scampis in der Lage, ein volles Klangbild zu erzeugen. „Wir sind froh, mit Chris einen richtigen fetten Bass zu haben. Der kann da unten rum brummen, wo keiner von uns sonst hinkommt. Zusammen mit dem hohen Tenor von Cairo und den übrigen Baritons ergibt das ein tolles Klangspektrum“, findet Lars Wierum. Er ist mit Robert Uliczka für die meisten Stücke auf dem aktuellen Album verantwortlich. Für den neuen Longplayer haben auch Carsten Rode und Max Weise zahlreiche Stücke beigesteuert.

Wichtig ist der Formation auch die Bühnenshow. So lassen sich die fünf Jungs bei dem Song „Solang Du gut aussiehst“ mit Damenunterwäsche und Plüschtieren bewerfen. Das Stück ist eine Persiflage auf das Phänomen der Boygroups und die Melodie basiert auf dem Backstreet Boys Song „As long as you love me“. „Vor dem Lied erklären wir den Zuschauern, worum es im Text geht und verteilen Unterwäsche und Teddybären. Viele Leute sind zunächst irritiert, doch wenn sie dann mit der Unterwäsche werfen, haben sie riesigen Spaß“, schildert Wierum. Er hat auch die Textzeilen gedichtet, in denen es heißt: „Es zählt nicht wie du singst, wie du heißt oder was du weißt, solang du gut aussiehst! Wer du bist, was du kannst und wie gut du tanzt, solang du gut aussiehst.“ Mit der Popstar-Karriere dürften die Scampis dann keine Probleme haben. Sie sehen schließlich allesamt gut aus. Hervorragend singen können sie aber trotzdem.