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Kölner Lichter: Hunderttausende sehen Feuerwerk

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Pyrotechnik vom Feinsten: Die Kölner Lichter lassen Köln erstrahlen. Foto: Max Grönert
Mehrere Hunderttausend Menschen sind ans Kölner Rheinufer gekommen und haben die „Kölner Lichter“ bewundert. Zur Musik formierte sich am Himmel ein gigantisches Pyrospektakel.  Von
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Die Schlechtwetterprognose hat den Kölner Lichtern kaum geschadet. Mehrere Hunderttausend Menschen, aber doch deutlich weniger als in den vergangenen Jahren, ließen sich in der Nacht zum Sonntag das Spektakel auf dem Rhein zwischen der Zoobrücke und der Hohenzollernbrücke nicht entgehen und wurden belohnt. Bis auf ein paar Regenschauer blieb es trocken.

Vor wolkenverhangenem Himmel startete pünktlich  um 23.30 Uhr Deutschlands größtes musiksynchrones Höhenfeuerwerk. Unter dem Motto "Freundschaften" ging es bei den 12. Kölner Lichtern musikalisch um die 22 internationalen Städtepartnerschaften, die Köln pflegt. Von der eine in diesem Jahr ganz besonders gefeiert wird: Mit dem Chinajahr 2012 werden 25 Jahre Städtepartnerschaft zu Peking begangen.

Das wurde auch mit der Musik zum Ausdruck gebracht. Unter anderem war das in in China sehr beliebte Volkslied "Mo Li Hua", das auf Deutsch Jasminblüte heißt, zu hören. Von den 29 Minuten Lichtspektakel hatten die Feuerwerker sieben Minuten China und der Partnerstadt Peking gewidmet. Hauptfeuerwerker Georg Alef hatte mit einer Kollegengruppe aus China die Farben ausgesucht, die zu einem typischen chinesischen Feuerwerk gehören.

Eine kleine Überraschung gab es gleich zu Beginn: An der Nordseite der Hohenzollernbrücke brannten zwei chinesische Drachen wohl auch aus Dankbarkeit darüber, dass es gelungen war, Regen und Wind einigermaßen von Köln fern zu halten. Bis zu 70 Prozent der Feuerwerkskörper, die in der Nacht zum Sonntag den Kölner Himmel erleuchteten, kommen aus China. Die musikalische Reise der Kölner Lichter endete in der jüngsten Partnerstadt Rio de Janeiro. Fast schon traditionell danach eine Liebeserklärung an die Stadt Köln: Hey Kölle, du bes e Jeföhl.

Oberbürgermeister Jürgen Roters, der mit rund 600 Gästen auf der MS Rhein-Energie das Feuerwerk verfolgte, sprach von einer gelungenen Veranstaltung. Die Stadt Köln habe einmal mehr ihre Gastfreundschaft unter gezeigt und unter Beweis gestellt, dass sie solche Großevents gut organisieren könne.

Kölner Lichter 2012: Die schönsten Bilder

Die Bundespolizei, die mit 300 Kräften im Einsatz war, zog in der Nacht eine positive Bilanz. Zwar hätten etliche Besucher sich zunächst nicht mit dem Lenkungssystem zum Hauptbahnhof und dem Bahnhof Köln-Messe/Deutz zurechtgefunden, es habe aber kaum Probleme gegeben. Die Polizei hatte an beiden Bahnhöfen so genannte Einbahnstraßen-Lenkungen organisiert. Die Rückreisenden wurden nur an einer Seite in die Bahnhöfe hineingelassen. Am Hauptbahnhof kam es deshalb in der Johannisstraße und in der Goldgasse zu Staus. Teilweise musste die Goldgasse gesperrt werden. Auch der Zulauf zum Deutzer Bahnhof wurde zwischenzeitlich unterbrochen, um die Sicherheit auf den Bahnsteigen gewährleisten zu können. Die Deutsche Bahn hatte 60 Sonderzüge eingesetzt. Auch die Kölner Verkehrs-Betrieben zogen trotz hohen Besucheraufkommens eine positive Lichter-Bilanz.

Mitten in dieser heißen Einsatzphase haben zwei Männer versucht, vor den Augen der Polizeikräfte in Deutz ein Stromaggregat zu stehlen. Sie wurden vorläufig festgenommen. Sie erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Diebstahl. Ein 28-Jähriger, der im Deutzer Bahnhof randaliert hatte, wurde festgenommen, nachdem die Beamten vergeblich versucht hatten, ihn zu beruhigen. Schon bei der Anreise zu den Kölner Lichtern hatte sich eine Frau im Hauptbahnhof verletzt. Sie war beim Aussteigen zwischen Bahnsteigkante und Zug gerutscht, verletzte sich dabei am Fuß und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Bereits Mitte September steht in Köln die nächste große Party an. Am 14. und 15. September veranstalten die Stadt und das Land das NRW-Chinafest unter dem Titel "Der Drache tanzt in Köln" auf dem Roncalliplatz. Dort werden zwölf Kölner einen echten chinesischen Drachen aus Peking tragen. Die Partnerstadt Peking wird anlässlich des Jubiläums mit einer Varieté-Show vertreten sein. Ein Taiji-Meister wird seinen langsamen Bewegungen, die in Peking von vielen Menschen in den Parks ausgeübt werden, auf den zentralen Platz am Dom bringen. Alle Informationen zum China-Jahr gibt es auch im Internet.

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