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Kriminalitätsstatistik: Mehr Überfälle, weniger Einbrüche

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Die Zahl der Raubüberfälle ist in Köln gestiegen. Foto: dpa
Die Kriminalitätsrate in Köln bleibt auf einem hohen Niveau. 2012 wurden täglich 407 Fälle verzeichnet. Während die Zahl der Einbrüche leicht zurückging, gab es jedoch mehr Raubüberfälle. Das hängt oft mit iPhone-Neuerscheinungen zusammen.
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Die Kriminalität in Köln bleibt auf einem historischen Höchststand. Durchschnittlich 407 Straftaten täglich zählte die Polizei im Vorjahr – marginal weniger als 2011. Insgesamt weist die aktuelle Statistik 148.400 Fallzahlen aus. Zum Vergleich: Der Mittelwert der vergangenen zehn Jahre liegt bei 140.000.

Kölner Kriminalstatistik 2012

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging im Vergleich zu 2011 geringfügig um 1,4 Prozent zurück (von 5084 auf 5012), ebenso sank die Zahl von Diebstählen aus Autos (minus 0,2 Prozent von 12 448 auf 12 429) und Taschendiebstählen (minus 2,4 Prozent von 9387 auf 9146). Im Gegenzug zählte die Polizei allerdings 6,3 Prozent mehr Raubüberfälle (1853 statt 1743). „Dieses Delikt fordert uns besonders heraus“, sagte Kripochef Norbert Wagner.

Ein besonderes Phänomen: Die Zahl der Straßenraubüberfälle geht offenbar einher mit der zunehmenden Verbreitung von hochwertigen Smartphones. „Sobald ein neues iPhone auf den Markt kommt, ziehen auch die Straftaten an“, sagte Wagner.

Weil die Deutsche Bahn und die KVB im Vorjahr so viele Fahrkarten wie nie   kontrolliert haben, bewegt sich auch die Zahl der ertappten Schwarzfahrer auf Rekordniveau: Gegen knapp 11 000 Menschen ohne Fahrschein  hat die Polizei im Vorjahr ermittelt. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren wurden es gerade mal 3000 Schwarzfahrer erwischt.

Drei Schwerpunkte will Polizeipräsident Wolfgang Albers dieses Jahr setzen: Wohnungseinbruch bekämpfen, Straftaten durch Rockerbanden verhindern und den Trickbetrug an Senioren eindämmen. Die Polizei spricht von SÄM – Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Häufig erschleichen sich die Täter als Handwerker oder Polizisten Zugang zu den Wohnungen und erbeuten hohe Geldsummen. 63 Taten wurden im Vorjahr angezeigt. Dieses Jahr sind es bereits 150. (ts)

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