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Kunst- und Museumsbibliothek: Kölns Archiv wird flacher und kürzer

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Das neue Stadtarchiv am Eifelwall soll wohl kleiner werden als ursprünglich geplant.  Foto: dpa
Groß ist das Bedauern, das historische Stadtarchiv zu Sparzwecken ohne Kunst- und Museumsbibliothek zu errichten. Nun müssen die Architekten umplanen. Der Geist des Gewinner-Entwurfs für den Neubau soll jedoch gewahrt werden.
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Das Bedauern über die Entscheidung des Kölner Rats, das Historische Archiv nun doch ohne die Kunst- und Museumsbibliothek zu errichten, ist groß. „Inhaltlich war das ein tolles Konzept“ sagt Felix Waechter. Das Darmstädter Büro Waechter + Waechter hatte den Architektenwettbewerb für den Neubau gewonnen. Nun muss umgedacht werden: „Wir werden mit einem Geschoss weniger und einem kürzeren Bauwerk planen.“

Demo für die Kunst- und Museumsbibliothek

Allerdings geht Waechter davon aus, dass der Geist des Entwurfs bewahrt werde. Dazu gehören eine transparente Mantelbebauung, ein „schwellenloser“, für alle Bürger zugänglicher Lesesaal und ein „Schatzhaus“ im Innern für die Archivalien. Städtebaulich bleibe der Eifelwall ein guter Ort für den Neubau, zumal aufgrund der Anbindung an die Universität. Es entfalle mit der KMB „nur“ eine Nutzungsmöglichkeit, die noch mehr Öffentlichkeit in das Gebäude gebracht hätte. Waechter lobt, dass die Nutzer des Neubaus bei der Planung eine „große Kostendisziplin“ an den Tag gelegt hätten.

Der Bund Deutscher Architekten in Köln bedauert die Entwicklung ebenfalls. Die Zusammenführung von Archiv und Kunst- und Museumsbibliothek wäre „extrem reizvoll“ gewesen, sagt der Vorsitzende Andreas Fritzen. Er hält es für dringend nötig, „den hervorragenden Bestand der KMB würdig zu präsentieren“. Derzeit wird die Sammlung an verschiedenen Orten in der Stadt aufbewahrt. Der Rat sollte verpflichtet werden, die KMB an einem Ort zusammenzuführen – „das muss ja kein Neubau sein“. Der Rat hatte sich mit der Mehrheit von SPD und Grünen für die kleine Archiv-Lösung ausgesprochen, um 21 Millionen Euro zu sparen. CDU und Linke erklärten, die Summe sei künstlich hochgerechnet worden. Tatsächlich sei der Betrag deutlich geringer – laut CDU unter zehn Millionen Euro. Kritisiert wurde weiter, dass durch den Beschluss neue Kosten entstehen für Umplanung und Auslagerung der Archivalien. (M.Oe.)

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