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Landeplatz Kalkberg: Stadt Köln der Untreue bezichtigt

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Markante Gebäude der Stadt sind vom Kalkberg aus gut zu sehen. Kalks Bezirksvertreter wollen die Bürger an der Aussicht teilhaben lassen. Foto: Ramme
Die Kosten für den Ankauf des geplanten Rettungshubschrauber-Standorts in Kalk sind umstritten. Ein Bürger hat jetzt gegen Verantwortliche der Stadt Köln Strafanzeige wegen Verdachts der Untreue gestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
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Nach der Strafanzeige eines Bürgers gegen Verantwortliche der Stadt Köln wegen Verdachts der Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen unbekannt. Es werde geprüft, welche Personen bei der Stadt Köln konkret für den Kauf des geplanten Rettungshubschrauber-Standorts in Kalk verantwortlich waren, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Noch nicht absehbar ist derzeit, ob die Anzeige in eine Anklage münden wird. Bislang ergebe sich erst ein Anfangsverdacht, sagte der Sprecher.

Die Bürgerinitiative ist überzeugt, dass die Stadt dem ehemaligen Grundstückseigentümer mit fast 450 000 Euro einen deutlich zu hohen Kaufpreis gezahlt hat. Stadtdirektor Guido Kahlen weist den Vorwurf entschieden zurück: „Wir haben nichts zu verbergen.“

Der Kalkberg auf der Karte. Foto: KStA-Grafik

Konkret geht es um eine 4087 Quadratmeter große Fläche neben dem künftigen Hubschrauberlandeplatz. Das Grundstück musste „zur Realisierung des Gesamtprojekts zwingend mit erworben“ werden, argumentiert die Stadt. Marktüblich sei ein Preis von zehn Euro pro Quadratmeter für das „altlastenfreie Grundstück“ des ehemaligen Chemiegeländes gewesen. Das macht einen Gesamtpreis von knapp 41.000 Euro. Weil das Gelände aber vom ehemaligen Eigentümer – der Entwicklungsgesellschaft GSE – für 180 Euro pro Quadratmeter saniert worden sei, habe man sich letztlich auf einen Kaufpreis von 110 Euro pro Quadratmeter geeinigt. Die Summe halte das städtische Umwelt- und Verbraucherschutzamt für plausibel.

Auch die Bezirksregierung Köln als Aufsichtsbehörde hatte laut Feuerwehr in einem Schreiben vom 12. Juli geäußert, sie sehe in Bezug auf die Kostenermittlung und die Kostenbegründung „keine Veranlassung für eine Intervention“. (ts)

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