31.07.2016
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Jugenarbeit in Sülz: Die Stadt hilft dem Juzi nun doch

Bereits im Sommer 2012 war die Verzögerung der Juzi-Sanierung Thema eines Krisengesprächs vor Ort;in der Bildmitte der Lindenthaler Bürgeramtsleiter Walter Stocker (l.) und Michael Gräbener.

Bereits im Sommer 2012 war die Verzögerung der Juzi-Sanierung Thema eines Krisengesprächs vor Ort;in der Bildmitte der Lindenthaler Bürgeramtsleiter Walter Stocker (l.) und Michael Gräbener.

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EICKLER

Sülz -

Ein Ende des Streits zwischen der Sülzer Kinder- und Jugendzentrumsinitiative (Juzi) und der Stadt ist in Sicht. Der Umzug des Juzi in sein Domizil in der Sülzburgstraße ist in greifbare Nähe gerückt. Der wird immer dringlicher, da das Ausweichquartier an der Kyllburger Straße in sehr schlechtem Zustand ist. Vor kurzem erst fiel ein Stück der Fassade auf die Straße. Auf das weitere Vorgehen verständigten sich jetzt beide Seiten in einem längeren Gespräch.

In enger Abstimmung sollen Innenausbau und Wiederherstellung des Außengeländes gemeinsam erledigt werden. Wöchentliche Treffen der Verantwortlichen werden den Prozess begleiten, um jede weitere Verzögerung der Arbeiten auszuschließen. Erleichtert kommentiert Lilo Sturch, die Leiterin des Jugendzentrums, das Gesprächsergebnis: „Wir fühlen uns endlich ernst genommen und sind daher verhalten optimistisch.“

Seit fast sechs Jahren ist die Kinder- und Jugendzentrumsinitiative in einen städtischen Altbau an der Kyllburger Straße ausgelagert, weil das Gebäude an der Sülzburgstraße von Grund auf saniert werden musste. Uneins war man zuletzt über den Innenausbau dort. Die Stadt fühlte sich dafür nicht zuständig. „Das ist Sache des Juzi. Das war auch so abgesprochen“, meint auch jetzt noch der bisherige Projektleiter auf städtischer Seite, Michael Gräbener. Sturch ihrerseits argumentiert dagegen, dass Baumängel die Kosten für den Innenausbau dergestalt in die Höhe treiben, dass er für den Verein finanziell nicht mehr allein zu leisten sei.

Jetzt aber wird die Stadt – künftig vertreten durch Helmut Tappert vom Amt für Schulentwicklung – dem Juzi doch unter die Arme greifen. Bei einem Ortstermin sollen die Einzelheiten besprochen werden. Die Wiederherstellung des Außengeländes wird als erstes in Angriff genommen. Beispielsweise weist der Betonboden dort an vielen Stellen Löcher und Risse auf. „Die werden wir reparieren“, so Gräbener. Auch die Hochbeete sollen kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden.

Rund 100 Kinder und Jugendliche besuchen das Juzi täglich, das auch in allen Ferien und an Feiertagen geöffnet ist. In der Einrichtung, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen ist, finden zahlreiche Bildungs- und Freizeitangebote statt. Außerdem leistet das Juzi als außerschulischer Träger den Offenen Ganztag für mehrere Schulen, beaufsichtigt die Kinder bei den Hausaufgaben und ist in den Abendstunden als Offene Tür Treffpunkt der Jugendlichen.