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Maria Schrader: „Meine Stücke sind zu Ende gespielt“

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Schauspielerin Maria Schrader Foto: Michael Bause
Mit Intendantin Karin Beier verlässt auch Schauspielerin Maria Schrader das Kölner Schauspiel und wird Teil von Beiers Hamburger Ensemble. Mit Köln verbindet die 47-Jährige eine höchst produktive Zeit.
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Wenn im kommenden Jahr Karin Beier zum Hamburger Schauspielhaus wechselt, verliert Köln auch eine seiner profiliertesten Schauspielerinnen: Maria Schrader folgt der Intendantin und wird Mitglied ihres Hamburger Ensembles.

„Nach fast vier Jahren sind meine Stücke zu Ende gespielt. Ich finde es sehr schade, mich von diesem Haus zu verabschieden. Ich habe hier viele Menschen liebgewonnen“, sagt die 47-Jährige, die in Köln unter anderem in „Der Gott des Gemetzels“ und „Das goldene Vlies“ zu sehen war. „Ich gehe aber voller Vorfreude nach Hamburg.“

„Ich mag den Geist hier sehr“

Immer wieder drehte sie auch Filme in Köln mit Doris Dörrie und Max Färberböck, wohnte während dieser Zeit in der Siebengebirgsallee, Schildergasse und zuletzt im Belgischen Viertel. „Ich kenne auch die Südstadt sehr gut. Man kann sich hier besser konzentrieren. Hier herrscht nicht dieser komische Verpassungswahn wie in Berlin.“ Sie schätzt die Kölner, die ihrer Meinung nach ganz unprätentiös auf andere zugehen. „Ich mag den Geist hier sehr.“

Erst am vergangenen Mittwoch hat sie mit Regisseur Jan Schomburg und Sandra Hüller „Vergiss mein Ich“ abgedreht. Schrader spielt darin eine Frau, die durch eine Gehirnentzündung ihr biografisches Erinnerungsvermögen verliert. „Es ist Wunsch und Alptraum zugleich, einen Neuanfang zu vollziehen“, sagt Schrader, deren Figur der Lena alles neu erlernen muss. „Es war schwierig, weil man auf nichts zurückgreifen konnte, was man schon erlebt hat. Im Gegensatz zu anderen Filmen war das Spiel in weiten Teilen darauf ausgerichtet, den Kontakt zu meinen Schauspielkollegen abzublocken.“

„Ich wollte mich hypnotisieren lassen“

Zur Vorbereitung sprach sie mit Ärzten an der Charité. „Es gibt tatsächlich Hypnosen, durch die man seinen Namen und alles andere vergisst.

Ich habe sogar überlegt, mich hypnotisieren zu lassen“, so Schrader. Letztlich ließ sich kein Hypnotiseur finden, der diesen Schritt wagen wollte.

Wann genau der Film in die Kinos kommt, ist noch unklar. Auch wenn Schrader sich nicht dem Weihnachtstrubel unterwerfen möchte, hatte sie für jeden der etwa 20 Kollegen am Set eine kleine Überraschung: Jeder bekam nach Drehschluss ein persönliches Geschenk von ihr. (Nah)

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