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Markt der Engel: Neumarkt mit goldenem Feenzauber

Die Studentinnen Maike und Jana verteilen Feenstaub an die Besucher.  Foto: Martina Goyert
Pünktlich zur Weihnachtsmarkt-Saison verwandelt sich der Neumarkt zum „Markt der Engel“. Man kann das Trash nennen oder Romantik - rund 1,5 Millionen Besucher lassen sich jährlich verzaubern.  Von
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Innenstadt. 

Das Weihnachtsland muss im Erzgebirge liegen. Diesen Eindruck kann man zumindest gewinnen, wenn man im Geschäft von Käthe Wohlfahrt steht. 3000 Weihnachtsfiguren hat die Firma aus dem sächsischen Seiffen auf den „Markt der Engel“ am Neumarkt transportiert – Nussknacker, Räuchermännchen und Schwibbögen. Lichterketten, die früher im Bergbau benutzt wurden. Das kann man Trash nennen oder Romantik. Den Kunden gefällt es offenbar: „Kinder bleiben oft staunend stehen, und manche Erwachsene auch“, sagte Verkäuferin Christel Papenbrock.

95 Aussteller präsentieren sich auf dem 4000 Quadratmeter großen Areal ihre Produkte und geschätzte 1,5 Millionen Besucher treiben vorbei an der Welt aus gebrannten Mandeln, Raclette-Käse und Dom-Waffeln, die von 450 Nadelbäumen und 700 Weihnachtssternen gesäumt wird. Der Markt ist auch eine logistische Herausforderung. Veranstalter Hans Flock und sein 60-köpfiges Team von City Projekt haben in den vergangenen zehn Tagen das Material für die 95 Häuschen aus Bergheim und aus Quadrath-Ichendorf mit 18 Tiefladern herbeigeschafft. „Viel Zeit zum Schlafen hatten wir dabei nicht“, sagt er. Egal, auch im nächsten Jahr würde er gerne den Neumarkt bespielen. Sicher ist das aber nicht, denn die Stadt will das Areal neu ausschreiben lassen – und City Projekt ist nur einer der Bewerber.

Für die Kinder sind unter anderem Maike und Jana (beide 21) da. In Engelskostüme gekleidet verteilen sie goldenen Feenstaub und obendrein dürfen sich die Mädchen und Jungen noch etwas von den kostümierten Studentinnen wünschen. Svenja (4) ist aber erst einmal so baff, dass ihr spontan gar kein Wunsch einfällt – und begnügt sich mit einem Trostlutscher. Andere Kinder klettern lieber aufs Karussell oder warten auf den Nikolaus und die Winterkönigin, die mit ihrem Uhu auf dem Neumarkt Hof hält.

Auf Stelzen präsentiert sich derweil Ciela, ein feenhaftes Wesen, das auf Holzstelzen über den Markt läuft. Dazu kommen der Gospelchor Colorful Voices, das Orchester der Domstädter und Sänger Peter Schmitz-Hellwig und seine Vajabunde. Um Kölns Partnerstadt Barcelona zu ehren, haben die Veranstalter in die Hänneschen-Krippe eine Figur des katalanischen Architekten Antoni Gaudi eingebunden.

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