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Massenandrang in Deutz: Kölner bekommen den Arsch huh

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Wolfgang Niedecken gemeinsam mit Brings auf der Bühne. Foto: Stefan Worring
Köln zeigt Flagge gegen Rechts: Rund 80 000 Teilnehmer sind zur Arsch-huh-Kundgebung nach Deutz gepilgert. Damit ist auch die Neuauflage des Konzerts ein voller Erfolg. Alle Infos im Liveticker.  Von
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Am Freitagabend läuft in Köln die Arsch-huh-Kundgebung auf der Deutzer Werft. Alle Infos in unserem Liveticker.

22:23 Uhr:

Niedecken ist sprachlos. Erry Stoklosa findet noch Worte und freut sich, dass der Abend mit einem Lied der Bläck Fööös beendet wird: „Stammbaum“. Wieder singen alle Künstler mit.

Im Publikum werden Wunderkerzen entzündet.

22:17 Uhr:

Niedecken und Nikitakis haben seinerzeit den „Arsch-huh“-Song getextet. Zu dem Lied finden sich jetzt auch alle Künstler des Abends auf der Bühne ein und singen den Text gemeinsam. Auch das Publikum singt mit. Ein grandioses Finale!

22:15 Uhr:

Niedecken sagt den „kölschesten Griechen aller Zeiten“ an: Nick Nikitakis. Der zaubert sogleich ein stimmungsvolles Solo aus seiner Gitarre.

22:05 Uhr:

Wolfgang Niedecken ist bestens gelaunt. Arno Steffen steht jetzt auch mit auf der Bühne. „Ich freue mich, dass ich dieses Lied endlich mal im Duett singen kann,“ so Niedecken. Es folgt: „Amerika“. Die Stimmung im Publikum ist dem Lied entsprechend nachdenklich.

21:58 Uhr:

Peter Rüschel, Musikjournalist und Mitbegründer der WDR-Sendung „Rockpalast“, sagt BAP an. Wolfgang Niedecken eröffnet mit „Kristallnaach“

21:54 Uhr:

Wolfgang Niedecken und Peter Brings singen gemeinsam mit den Fööös „Alte dreckige Stadt“. Meinen die Köln? Auch das Kölner Urgestein Klaus der Geiger ist mit dabei und begeistert mit einem Solo auf der Geige.

21:48 Uhr:

Ein Raunen geht durch die Menge, als Peter Schütten das nächste Lied „En unserem Veedel“ ankündigt. Das Publikum singt lautstark mit.

21:46 Uhr:

Zu Ehren der „Schäl Sick“ singen die Fööös das gleichnamige Lied.

21:40 Uhr:

Marielle Millowitsch und Elke Heidenreich lassen sich geistreich über das Fremdsein aus. Die Menge ist begeistert. Elke Heidenreich sagt schließlich die Bläck Fööös an.

Erry Stoklosa verkündet sogleich, dass sich über 80 000 Zuschauer an der Deutzer Werft eingefunden hätten!

21:27 Uhr:

„Was wir zu sagen haben, können wir auch singen,“ so Krautmacher. Die Aussage setzen die Höhner dann auch mit dem „Bürgerlied von 2012“ um. In dem Lied wird mehr Toleranz gefordert.

21:21 Uhr:

Die Höhner stehen auf der Bühne. Henning Krautmacher ist begeistert von dem Erfolg der Kundgebung. Das erste Lied, das die Band anstimmt „Hey Kölle - do bes e Jeföhl“ reißt alle im Publikum mit.

21:16 Uhr:

Gemeinsames Singen habe in Köln Tradition. Tommy Engel fordert die Anwesenden bei „Du bes Kölle“ zum Mitsingen auf. Die Stimmung ist super!

21:13 Uhr:

Während Tommy Engel auf der Bühne steht schätzt die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf rund 75 000. Wahnsinn!

21:09 Uhr:

„Nicht wegschauen!“ So der Tenor von Ranga Yogeshwars klugem Appell.

21:03 Uhr:

„Hallo Heimat! Ich bin ein Kölscher Jung!“ Fatih Cevikkollu weiß zu begeistern.

21:00 Uhr:

Bei „Su lang mer noch am Lääve sin“ kann dann auch ein Großteil des Publikums mitsingen.

20:55 Uhr:

Brings heizen dem Publikum mächtig ein. Wolfgang Niedecken steht auch mit auf der Bühne und singt mit.

20:53 Uhr:

Und da stehen Brings auch schon auf der Bühne: „Wir stellen jetzt zusammen die Stadt auf den Kopf!“ Mit diesen Worten begrüßt Peter Brings das Publikum und stimmt das Lied „Stell die Stadt op d'r Kopp“ an.

20:49 Uhr:

Auch zwei Olympiasieger demonstrieren gegen Rechts: Julius Brink und Jonas Reckermann, die beiden haben 2012 olympisches Gold im Beachvolleyball gewonnen. Die beiden Sportler moderieren die nachfolgende Band an: Brings.

20:42 Uhr:

Aktuell auf der Bühne: Köster & Hocker. Kölsche Mundart vom Feinsten.

20:30 Uhr:

Wilfried Schmickler steht auf der Bühne. Er trägt ein Gedicht vor und nimmt kein Blatt vor den Mund. Schließlich sagt er Köster & Hocker an.

20:26 Uhr:

Die Anwohner der Siegburger Straße verfolgen das Konzert von ihren Fenstern aus. Auf der Bühne rocken immer noch die Mannen von Athena.

20:18 Uhr:

Die Künstler sind laut Moderator gerührt über den großen Andrang. „Das ist ja Wahnsinn, wer hätte gedacht, dass so viele kommen würden“, sagt ein Zuschauer sichtlich beeindruckt.Wer nicht hier ist, verpasst eine gigantische Feier für Toleranz und gegen Rassismus und Ausgrenzung.

20:15 Uhr:

Athena aus Istanbul sorgen für gute Stimmung.

20:00 Uhr:

Der FC hat gegen den MSV-Duisburg übrigens nicht punkten können. Aber lest selbst.

19:55 Uhr:

Arno Steffen spricht eindeutig die kölsche Seele an. Es wird jetzt kräftig getanzt, was bei der Kälte genau das Richtige ist.

19:49 Uhr:

Bestseller-Autor Frank Schätzing ruft dem Publikum von der Bühne aus zu: „Protest darf auch Spaß machen!“ Die Leute jubeln begeistert.

19:42 Uhr:

„Ich wollte heute dabei sein, weil meine Eltern so von 92 geschwärmt haben“, sagt die 18-jährige Manuela, die bei der Erstauflage noch gar nicht geboren war. „Ich finde das total wichtig, etwas gegen Nazis zu machen.“

19:37 Uhr:

Die Polizei lässt mitteilen, dass niemand mehr anreisen soll. Der Platz sei voll. Auch ein Teil der Siegburger Straße wurde mittlerweile abgeriegelt, dorthin wollte die Polizei den Menschenstrom umleiten. Aber auch dort ist alles brechend voll.

19:30 Uhr:

„Trovaci“ rocken die Bühne.

19:16 Uhr:

Dietmar Bär ist auf der Bühne und bekräftigt den Aktivismus gegen Rechts: „Wenige Kilometer entfernt kämpft der FC gegen den MSV Duisburg. Wir kämpfen hier gegen Rassismus“

19:05 Uhr:

Dicht an dicht drängen sich die Besucher vor der Bühne.
Dicht an dicht drängen sich die Besucher vor der Bühne.
Foto: Stefan Worring

Nichts geht mehr in Deutz. Die Polizei sperrt zwischenzeitlich die Eingänge. Auch die KVB sagt in ihren Bahnen durch, dass das Gelände bereits abgesperrt wurde.

18:55 Uhr:

Der Beifall für den Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters fällt eher verhalten aus.

18:52 Uhr:

Die Leute werden gebeten aufzurücken, damit noch mehr Menschen auf das Konzertgelände können. Schon jetzt ist es dort verdammt eng.

18:38 Uhr:

Nichts scheint mehr zu gehen. Angeblich stauen sich die Leute bereits bis zur Severinsbrücke. Keiner kommt mehr auf das Gelände. Es ist proppevoll.

18:30 Uhr:

Die Brothers Keepers reißen das Publikum mit. Zum ersten Mal am Abend wird mitgesungen.

18:12 Uhr:

Kabarettistin Kebekus sorgt mit ihrem Auftritt für viele Lacher, dann aber auch für einen ernsten Moment, als sie kritisiert, dass die Kölner auch beim Stadtarchiveinsturz auf die Straße hätten gehen sollen. Da verstummen die Lacher erstmal. Die Zuschauer sollen unterdessen weiter nach vorne rücken, damit mehr Leute auf das Gelände kommen können.

18:02 Uhr:

In kurzen Filmen, die auf den Videowänden gezeigt werden, kommen Jugendliche aus Kölner Veedeln zu Wort. Sie berichten von ihren Erlebnissen mit Rechtsextremen. Das kommt vor allem bei den Jugendlichen im Publikum gut an, genau wie der Auftritt der Band Kasalla („Fleisch un Bloot“). Immer Leute strömen derweil auf das Gelände.

17:52 Uhr:

So schnell geht das in Köln: Zum kölschen Muezzin aus der Stunksitzung wird sofort ausgelassen getanzt und mitgeklatscht.

17:49 Uhr:

Shary Reeves grüßt von der Bühne. Großes Lob von ihr für das Publikum, das trotz des FC-Spiels gekommen ist. „Das sind meine treuen Kölner!“

17:45 Uhr:

Findet den Fehler...
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Foto: Stefan Worring

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17:40 Uhr:

Unmittelbar vor der Bühne ist kein Durchkommen mehr. Vereinzelt versuchen Wagemutige dennoch ihr Glück. Auch im zweiten Sektor vor der Bühne wird es schon eng.

17:36 Uhr:

Das Gelände dürfte zu einem Viertel gefüllt sein. Einige tausend Menschen haben Ihren Weg nach Deutz schon gefunden.

17:31 Uhr:

Gute Stimmung in Deutz. Auf das Auto haben die meisten Besucher wohlweißlich verzichtet. Die Bahnen wenigstens sind prall gefüllt. Die Menschen strömen derweil zielstrebig auf das Konzertgelände zu. Rechts und links des Weges nutzen zahlreiche Aktivisten die Gelegenheit und verteilen Flugblätter. Auf der Bühne läuft Marschmusik: „Treuer Husar“.

Zeltinger und Gerd Köster gut gelaunt vor der Kundgebung
Zeltinger und Gerd Köster gut gelaunt vor der Kundgebung
Foto: Stefan Worring

17:26 Uhr:

Auch Backstage machen sich die Musiker jetzt warm. Hier zeigt sich Zeltinger gut gelaunt mit Gerd Köster.

17:05 Uhr:

Gleich geht´s los! Wenn ihr es nicht mehr nach Deutz schafft: Der WDR streamt das Konzert ab 17:45 per Livestream im Web. Natürlich versorgen wir Euch aber auch in unserem Live-Ticker mit Neuigkeiten und Bildern vom Konzert.

16:40 Uhr:

Langsam aber sicher geht es los: Der Platz vor der Bühne auf der Deutzer Werft füllt sich gemächlich. Wenn ihr auch noch dabei sein wollt, lasst Euer Auto am besten daheim. Vor Ort wird die Parkplatzsuche eher umständlich. Die KVB wird zum Ende des Konzertes übrigens alle verfügbaren Bahnen nach Deutz schicken, um Euren Abtransport sicher zu stellen. Auch Busse sollen zwischen dem Deutzer Bahnhof und der Haltestelle „Baumschulenweg“ eingesetzt werden.

Freitag, 9. November:

Im Internet macht harsche Kritik von Jürgen Becker die Runde. Der Kabarettist bemängelt, die Veranstaltung sei eine weitere Gelegenheit, bei der Köln sich selbst beweihräuchere. Die Kölschtümelei sei umso mehr unangebracht, als dass es sich ja um eine Kundgebung gegen Ausgrenzung und Rassismus handele. Viele Kölner — ob Imis oder nicht — sehen das anders und planen ihre Anreise nach Deutz.

Anreise
ksta.de
Social Media

Zum Konzert kommen Besucher am besten mit den KVB-Linien 1, 7 und 9, Haltestelle „Deutzer Freiheit“, mit den Linien 3 und 4, Haltestelle „Suevenstraße“; mit der S-Bahn, Haltestelle „Messe Deutz“. Die KVB setzt zusätzliche Bahnen ein. Sollte die Linie 7 zwischen Deutz und Poll nicht fahren können, richtet die KVB einen Ersatzbusverkehr (Linie 107) ein. Eine Anreise per Pkw empfiehlt sich wegen mangelnder Parkmöglichkeiten nicht. (bl)

Zur Finanzierung haben die Künstler ein Album, das auch im ksta shop erhältlich ist, und ein Buch herausgebracht. Erinnerung und Aufruf zugleich ist das Buch „Arsch huh, Zäng ussenander!“, das Ende November erscheint und zehn Euro kostet. Herausgegeben von Helmut Frangenberg, versammelt es zahlreiche Beiträge von damals und heute.

ksta.de begleitet das Arsch-huh-Konzert mit einem Liveticker. In kurzen Abständen informieren wir Sie über den Verlauf der Kundgebung. Außerdem in unserem Multimedia-Paket: aktuelle Bildergalerien und Fotos.

Auch auf Facebook und Twitter sind wir dabei — und freuen uns auch auf die Eindrücke unserer Fans und Follower.

Donnerstag, 8. November:

Beim Soundtrack auf dem Kirmesplatz der Deutzer Werft stimmt einfach alles.

Mittwoch, 7. November:

Damit nicht der Verdacht aufkommt, Arsch huh sei eine verkappte Karnevalsveranstaltung, entscheiden sich die Initiatoren, keinen Alkohol auszuschenken. Die meisten haben dafür Verständnis — außerdem ist Selbstverpflegung ausdrücklich erlaubt.

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