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Mediapark: Stadt plant Neustart für Filmhaus

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Das Filmhaus im Mediapark soll Filme präsentieren, für die es in anderen Kinos keinen Platz gibt. Foto: FRANZ SCHWARZ
Die Kulturverwaltung der Stadt hat dem Filmhaus an der Maybachstraße nach der Pleite des Trägervereins einen Neustart ermöglicht. Verwaltung und Politik waren sich einig, dass „das Filmhaus ein Haus der Filmkunst“ bleiben soll.  Von
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Das Filmhaus in der Maybachstraße am Mediapark soll auch nach der Pleite des zerstrittenen Trägervereins ein „Ort der Filmkunst“ bleiben. „Angepasst an die aktuelle Entwicklung und die Bedürfnisse der freien Filmszene in Köln“ soll der Betrieb fortgeführt werden, heißt es in einer Mitteilung der Kulturverwaltung, die im nichtöffentlichen Teil der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses vorgelegt wird.

Filmhaus soll Haus der Filmkunst bleiben

Ohne großes öffentliches Aufsehen hat die Stadt in den letzten Wochen hinter den Kulissen die Voraussetzung für einen Neustart des Filmhauses geschaffen. Ein Konzept und ein Musterwirtschaftsplan wurden aufgestellt. Zu einem offenbar günstigen Preis wurde die Kinotechnik aus der Konkursmasse gekauft. Die Liegenschaftsverwaltung der Stadt hat gegenüber dem Insolvenzverwalter den sogenannten „Heimfallanspruch“ geltend gemacht. Damit wird die Stadt wieder zum Besitzer der Immobilie, die 1992 in Erbpacht an den alten Filmhaus-Verein vergeben wurde. Damals wurden rund 4,5 Millionen als Baukostenzuschuss gewährt, um ein öffentliches Zentrum für Filmkunst zu ermöglichen.

Das Filmhaus, das sich ein altes Gebäude des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon mit einem Lokal teilt, sollte Filme präsentieren, für die es in anderen Kinos keinen Platz gibt. Außerdem wurde das Haus zu einem Ort für Produktionen, Aus- und Weiterbildung sowie für ein Archiv. Bis zu einer möglichen Ausschreibung, mit der ein neuer Träger gefunden werden kann, soll das Gebäude weiter zwischengenutzt werden. So werden Filme gezeigt und Filmtechnik verliehen. Außerdem werden die Räume für andere kulturelle Nutzungen vermietet.

Suche nach neuem Betreiber

Stadtverwaltung und Politik scheinen sich einig, dass „das Filmhaus ein Haus der Filmkunst“ bleiben soll, wie es der Vorsitzende des Liegenschaftsausschusses, Jörg Frank von den Grünen, sagt. Nötig sei aber ein „Neuanfang“. Wer diesen schließlich organisieren soll, ist offen. Denkbar sind zwei Modelle: Über eine Ausschreibung könnte eine Gesellschaft als neuer Betreiber für alle Bereiche des Hauses gefunden werden. Die Alternative wäre, einem erfahrenen Unternehmen nur das Management des Hauses zu übergeben, das dann Räume, Technik und Dienstleistungen an verschiedene Partner vergibt.

Verschiedene Akteure, die zur- zeit im Haus aktiv sind, hoffen darauf, weiterhin mitmischen zu können. So haben Filmemacher den Verein „Neuer Kölner Filmhaus e.V.“ gegründet. Er möchte sich auch in Zukunft um die Sparte „Produktion“ kümmern. Der Verein ist zudem mit drei weiteren Organisationen Partner einer Gesellschaft, die Ausbildungsangebote macht. Den Kinobetrieb organisieren zwei Filmenthusiasten, die dafür eine kleine Firma gegründet haben. Denkbar wären auch Kooperationen mit Akteuren der Initiative „Luxet“, die aus dem ehemaligen Völkerkundemuseum am Ubierring ein attraktives Zentrum für Filmkunst machen wollte.

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