28.09.2016
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Melaten und Universitätsstraße: Stadt sieht keine schnelle Lösung

Die Haltestelle Melaten gilt als sehr gefährlich.

Die Haltestelle Melaten gilt als sehr gefährlich.

Foto:

Grönert

Köln -

Die oft gefährliche Situation an den Straßenbahnhaltestellen Melaten und Universitätsstraße ist der Stadtverwaltung bekannt. Das sagte Baudezernent Franz-Josef Höing dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. In der vergangenen Woche hatten Berichte über die vor allem nach Schulschluss übervollen Bahnsteige für zahlreiche Reaktionen bei Eltern, Lehrern und Schülern gesorgt. Er habe sich bereits mit der baulichen Situation auseinandergesetzt, sagte der Baudezernent: „Wir werden das weiter prüfen.“ Allerdings sei diese Prüfung sehr aufwendig. „Wir können nicht von heute auf morgen bauliche Maßnahmen ergreifen.“

Zusätzliche Abbiegespur

Beide Haltestellen liegen in der Straßenmitte und sind nur über ampelgeregelte Fußgängerüberwege zu erreichen. Zwar ist die Aachener Straße in diesem Bereich relativ breit, doch gibt es an der Haltestelle Melaten stadteinwärts eine zusätzliche Abbiegespur sowie eine Reihe von Parkplätzen zwischen Alleebäumen. Auf der gegenüberliegenden Seite begleitet ein breiter Bürgersteig die Straße, allerdings verläuft auch der Radweg über den Bürgersteig. Die Bahnsteige der Station Universitätsstraße liegen zudem direkt an der stark frequentierten Kreuzung der Aachener Straße mit der Universitätsstraße.

Die Haltestellen auf der Aachener Straße waren nach der Entscheidung für ein Hoch- und ein Niederflurnetz ab 1995 mit 35 Zentimeter hohen und – aus Platzgründen – relativ schmalen – Bahnsteigen für die Niederflurwagen der Linien 1 und 7 ausgebaut worden. Die zahlreichen Schulen im Bereich dieser Haltestellen (Liebfrauenschule, Apostelgymnasium, Domsingschule, Rheinische Schule für Hörgeschädigte, Gymnasium Kreuzgasse sowie das Erzbischöfliche Berufskolleg und das Berufskolleg Ehrenfeld) erfreuen sich großer Beliebtheit – zahlreiche Schüler, aber auch viele Studenten der Universität nutzen eine der beiden Haltestellen täglich.

„Wir müssen nun sehen, was man kurzfristig machen kann und was langfristig“, so Baudezernent Höing. Als kurzfristige Lösung hatten Elternvertreter mehrfach den Einsatz von KVB-Personal zu den Stoßzeiten an den Haltestellen gefordert. Dies könne allerdings nur gelegentlich passieren, hatte ein KVB-Sprecher am vergangenen Mittwoch gesagt.