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Mord an Semmy D.: Angst vor der tickenden Zeitbombe

Der Tatverdächtige ist der Polizei bereits aus zwei Fällen „Häuslicher Gewalt“ im Mai und Juli gegenüber seiner Tochter bekannt. Auslöser war in diesen Fällen die Beziehung der 14-Jährigen zu dem jetzigen Opfer.  Foto: dpa
Im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des 17-jährigen Semmy D. ist am Montag eine weitere Zeugin vor Gericht gehört worden. Sie belastet den Tatverdächtigen schwer. Auch eine Schwägerin des Angeklagten sagte aus – und schilderte den Mann als rabiat und feindselig.
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Zollstock. 

Im Prozess gegen Fernando D., der im August 2012 durch eine Explosion in einer Zollstocker Wohnung den Tod des 17-jährigen Semmy D. verschuldet hat, ist am Montag eine Zeugin gehört worden, die mit Jasmin, der Tochter des Angeklagten, befreundet ist. Der Vater hatte es nicht ertragen, dass die 14-Jährige mit dem drei Jahre älteren Semmy ein Verhältnis eingegangen war und häufig bei ihm übernachtete.

Nach seinen Worten wollte er dem schlagartig ein Ende bereiten, indem er zehn Liter Benzin in der Wohnung des Freundes ausgoss und anzündete: „Ich wollte die Wohnung unbewohnbar machen.“

Am Tattag habe sie mit Semmy telefoniert, sagte die Zeugin, und von ihm gehört, Fernando D. habe gedroht, „die Bude abzufackeln, egal, ob jemand drin ist“. Jasmin (Name geändert) sei „nicht mehr meine Tochter“, habe der Vater geflucht.

„Ich hatte Angst um Semmy“, fuhr die Zeugin fort; sie habe ihm geraten, die Wohnung zu verlassen: Doch er habe die Drohung nicht ernst genommen, außerdem habe er zu Hause bleiben wollen, um weiter am PC zu „zocken“.

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Auch eine Schwägerin des Angeklagten sagte aus – und schilderte den Mann als rabiat und feindselig. Jasmin habe er „kein eigenes Leben“ gegönnt.

„Ich empfand ihn als tickende Zeitbombe, ich hatte Angst vor ihm“, sagte die 64-jährige Rentnerin. Ob im Supermarkt oder im Kiosk: Fernando D. habe überall herumerzählt, er werde sowohl Semmy als auch Jasmin etwas antun. (cs)

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