29.07.2016
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Freizeit: Zwölf Kilometer quer durch die Eifel

Weite Schritte: Der erste Abschnitt der Wanderung führt durch das Naturschutzgebiet Hornpott.

Weite Schritte: Der erste Abschnitt der Wanderung führt durch das Naturschutzgebiet Hornpott.

Foto:

Schäfer

Dünnwald/Flittard -

Wandern und dann feiern – so lässt sich ein neues Angebot des Kölner Eifelvereins umschreiben. Die jüngste Veranstaltung des Kölner Eifelvereins führte rund ein Dutzend Wanderer von der Endhaltestelle „Schlebusch“ der Stadtbahnlinie 4 auf dem Kölnpfad zum Schützenfest nach Flittard.

„Die Idee zu dieser Wanderform stammt von unserem Mitglied Fritz Hoepfner“, sagt Peter Heidan, der die Führung übernommen hatte. Der habe auch die sogenannte Frühstückswanderung erfunden. Dafür bricht man frühmorgens auf und kehrt nach zwei Stunden am Ziel ein. Heidan: „Heute erwartet uns am Ende der Tour ein Fest – das wollen wir genießen.“

Artenreiche Naturschutzgebiete

Zur Wandergruppe gehört auch Dietrich Czapp. „Ich komme von der Konkurrenz – vom Alpenverein“, gesteht er. Mit den Kollegen vom Kölner Eifelverein laufe er jedoch gern. Er nimmt teil, weil ihm die Strecke sehr vertraut ist: „Ich lebe seit meiner Kindheit in Flittard, und die Gegend war immer unser Spielplatz.“ Ulrich Wyrwal aus Mülheim hat aus einer Zeitung von der Aktion erfahren. „Ich habe das lange nicht mehr gemacht, also habe ich mich angeschlossen.“

Der erste Abschnitt der etwa 12 Kilometer langen Strecke führt die Gruppe durch das Naturschutzgebiet Hornpott an der Stadtgrenze zu Leverkusen. Hier liegt auch der Hornpott-Teich. „Das war bis 1976 eine Kiesgrube und sollte zugeschüttet werden“, erklärt Heidan. Doch als Grundwasser einige Teiche bildete und geschützte Pflanzen sowie Zugvögel sich ansiedelten, entschloss sich die Stadtverwaltung, das Biotop zu schützen. Nun besteht hier auf einer Fläche von mehr als 26 Hektar eines der artenreichsten Naturschutzgebiete Kölns.

Geländewagen als Fähre

Auf dem weiteren Weg gerät die Gruppe an ein unerwartetes Hindernis: „Die Autobahnunterführung unter der A3 war knöcheltief mit Regenwasser überflutet – wir wären nicht trockenen Fußes weitergekommen“, berichtet Elisabeth Heidan. Doch die Wanderer haben Glück: Der Fahrer eines Geländewagens kommt ihnen zufällig entgegen, – kurzentschlossen habe er seine „Fährdienste“ angeboten. Nach zwei Touren – einige der Teilnehmer finden im Kofferraum Platz – sind alle übergesetzt. Heidan: „Leider haben wir vergessen, unseren Christophorus nach dem Namen zu fragen.“
Nach einem Abstecher in den Stammheimer Schlosspark in Flittard angekommen, genießen die Wanderer schließlich das Schützenfest. Heidan: „Wir sind bis zum Festumzug geblieben.“


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