30.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Polizei: Haftbefehl für Angreifer auf Flüchtlingsheim ausgesetzt

Die Polizei sucht Spuren nach dem Angriff.

Die Polizei sucht Spuren nach dem Angriff.

Foto:

Banneyer

Köln -

Die beiden Männer (21, 25), die vorigen Samstagabend Leuchtfackeln auf ein Flüchtlingsheim in Mülheim geworfen haben sollen, sympathisieren offenbar nicht nur mit Pegida NRW, sondern auch mit der Hooligan-Szene. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ sollen sie in ihren Vernehmungen ausgesagt haben, an der zweiten „Hogesa“-Demo („Hooligans gegen Salafisten“) hinter dem Kölner Hauptbahnhof vor zweieinhalb Monaten teilgenommen zu haben. Gegen einen der beiden wurde zudem ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil er bei einer Kundgebung des Pegida-Ablegers „Kögida“ am 28. Januar eine gefährliche Körperverletzung begangen haben soll. Das berichtete Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn.

Pegida-Aufkleber auf Bengalos

Auf den Bengalos, die sie gegen ein Fenster der Flüchtlingsunterkunft an der Schönrather Straße geschleudert haben sollen, waren Aufkleber von Pegida NRW. Willuhn zufolge seien diese Aufkleber für jedermann erhältlich. In ihren Vernehmungen sollen die Männer allerdings auch keinen Hehl aus ihrer Sympathie für die Pegida-Bewegung gemacht haben. Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt. Die Haftbefehle gegen die Verdächtigen wurden außer Vollzug gesetzt, weil beide einen festen Wohnsitz haben und teilgeständig sind. Einer der zwei wohnt erst seit kurzem in Köln, ganz in der Nähe der Schönrather Straße. Der andere stammt aus dem Ruhrgebiet.