27.09.2016
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Kulturbunker: Rettung für das Begegnungszentrum

Mit Flugblättern und einem Protest-Café wehren sich Kulturbunker-Aktive gegen die drohende Schließung der Begegnungsstätte.

Mit Flugblättern und einem Protest-Café wehren sich Kulturbunker-Aktive gegen die drohende Schließung der Begegnungsstätte.

Foto:

Christ

Mülheim -

Die Finanzierung des Mülheimer Kulturbunkers ist vorerst gesichert. Nach mehreren Wochen der Unklarheit hat die Verwaltung der Begegnungsstätte den Zuschuss für das erste Quartal überwiesen. Wie die Summe gegenfinanziert wird, steht allerdings noch nicht fest. „Die abschließende Klärung wird erst dann passieren, wenn man weiß, wie die politische Entscheidung aussieht“, so Birgit Gerner, kommissarische Leiterin des Kulturamts.

Im Zuge der städtischen Sparzwänge hatte das Amt vorgeschlagen, den jährlichen Zuschuss für den Kulturbunker von etwa 80 000 Euro zu streichen, der Rat entscheidet darüber voraussichtlich im April. Seit Januar hatte der Bunker an der Berliner Straße schon kein Geld mehr bekommen, was für Krisenstimmung im Kulturbunker-Verein gesorgt hatte. Der Verein muss unter anderem zwei fest angestellte Kräfte bezahlen. Offenbar kann der Betrieb aber auch nach der entscheidenden Ratssitzung weiter gehen. „Es ist politischer Wille, dass die Finanzierung des Kulturbunkers gesichert wird“, sagte Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs auf Anfrage.

Im Kulturbunker ist die Erleichterung spürbar. „Wir freuen uns total“, sagte Angestellte Gabriele Höpner zur gesicherten Übergangsfinanzierung: „Jetzt atmen wir erstmal auf und zahlen ein paar Rechnungen.“ Bisher seien 1600 Unterschriften gegen die drohende Schließung des Bunkers gesammelt worden. Am 2. März soll zudem eine Solidaritätsveranstaltung mit Konzerten und Theater stattfinden.