27.09.2016
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Lkw-Sperrung: Vibrationen auf der Mülheimer Brücke

Bahnen fahren über die Mülheimer Brücke weiterhin ohne Einschränkung.

Bahnen fahren über die Mülheimer Brücke weiterhin ohne Einschränkung.

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Arton Krasniqi

Köln -

Seit Mitte Januar ist die Mülheimer Brücke für Lastwagen ab 30 Tonnen gesperrt. Außerdem dürfen alle Lkws nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren und nicht überholen. Die Stadtbahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) rollen allerdings weiterhin ohne Einschränkung über das sanierungsbedürftige Bauwerk – was für Verwunderung bei Autofahrern sorgt, die, wenn sie auf der Brücke im Stau stehen, deutlich die Vibrationen spüren, die von den vorbeifahrenden Zügen verursacht werden.

Der Sachverständige, der für die Stadt den Zustand der Mülheimer Brücke untersucht hatte, habe nach den Worten von KVB-Pressesprecher Stephan Anemüller keine Einwände gegen den Bahnverkehr. Entscheidend sei dabei, dass die Gleise in der Mitte der Brücke verlaufen. Dort wirkten die Kräfte anders, als wenn schwere Lastwagen auf den äußeren Fahrspuren der Brücke unterwegs seien. „Ansonsten hätten wir ein riesiges Problem gehabt“, sagt Anemüller.

Über die Mülheimer Brücke fahren die Stadtbahnlinien 13 und 18. Ein Doppelzug darf nach den Worten des KVB-Sprechers höchstens 120 Tonnen wiegen. Diesem Gewicht näherten sich die Züge aber nur dann, wenn sie wirklich bis zum letzten Stehplatz voll besetzt seien.

Die Stadt hatte die Beschränkungen für die Mülheimer Brücke angeordnet, weil sich dort nach der Sperrung der Leverkusener Brücke für Lastwagen über 3,5 Tonnen der Lkw-Verkehr mehr als verdoppelt hatte. Durch diese zusätzliche Belastung würden nach Angaben der Stadt die sogenannten Untergurte an den Hauptträgern des Stahlbauwerks zu hohen Spannungen ausgesetzt; Bauteile könnten sich verformen. Trotz des Verbots registriert die Polizei Tag für Tag mehrere Hundert Lastwagen, die über die Brücke fahren. Die Mülheimer Brücke soll vom Jahr 2015 an generalsaniert werden.


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