24.08.2016
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Rheinboulevard: Ein Puzzlestück zum Entspannen

Die neue Promenade erstreckt sich vom „Anrheiner“-Gelände des WDR am Mülheimer Hafen bis zur Deutzer Brücke. Unser Bild zeigt den Blick von der Brücke, die den Hafen mit dem Jugendpark verbindet.

Die neue Promenade erstreckt sich vom „Anrheiner“-Gelände des WDR am Mülheimer Hafen bis zur Deutzer Brücke. Unser Bild zeigt den Blick von der Brücke, die den Hafen mit dem Jugendpark verbindet.

Foto:

Christ

Mülheim -

Bereits seit Wochen laufen die Arbeiten für den Rheinboulevard im Mülheimer Süden. Auf einem rund 1,5 Kilometer langen Abschnitt entstehen ein Rad- und Fußweg – entlang des Auenwegs sowie des Rheinufers bis zum Produktions-Gelände des Westdeutschen Rundfunks (WDR) für die Serie „Die Anrheiner“. Die Strecke bildet ein winziges Puzzlestück der Radroute, die sich von Rotterdam in den Niederlanden bis nach Basel in der Schweiz erstreckt. Unterhalb der Fußgängerbrücke zum Jugendpark – hier gab es mal einen Beach-Club – entsteht zudem eine Grünfläche mit Bäumen, Bänken und weiteren Wegen.

Nördlich grenzt das WDR-Gelände an. Auch hier soll bald Platz zum Radeln und Entspannen sein. Laut Joachim Bauer vom Grünflächenamt der Stadt wird die gesamte Fläche neu gestaltet: Der WDR werde seine Kulissenstadt am Rheinufer im Herbst beziehungsweise Winter abbauen. Dem lückenlosen Flanieren am Mülheimer Rheinufer stünde damit nichts mehr im Weg.

3,7 Millionen Euro werden investiert

Lediglich entlang des Auenwegs müssen sich Erholungssuchende vom Rhein verabschieden. Hier ist ein neuer, vier Meter breiter Rad-und Fußweg abseits des Flusses entstanden. Aufgrund der Betriebe am Mülheimer Hafen konnte der Weg allerdings nicht direkt an das Ufer geführt werden. Kurios: Der neue Asphaltstreifen endet kurz vor der Grenze zu Deutz abrupt. Das Geld für den Rheinboulevard – eine Million Euro für den Radweg, 2,7 Millionen für die Grundstücksankäufe – kommen aus den Töpfen des Strukturförderprogramms Mülheim 2020.

Und die Mittel sind streng auf die Stadtteile Mülheim, Buchheim und Buchforst begrenzt. Bauer beteuert allerdings, dass der Radweg bis zur nahe gelegenen Claudius-Therme und weiter zum Rheinpark fortgeführt wird. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik arbeite daran. Einen genauen Zeitplan gibt es allerdings noch nicht. „Da gibt es noch Grundstücksprobleme“, sagt Bauer. Es gehe „auf jeden Fall“ weiter. „Ich kann nur noch nicht genau sagen, wann.“

Fertigstellung für Spätherbst geplant

Über den Radweg entlang des Auenwegs sei lange diskutiert worden, so der stellvertretende Leiter des Grünflächenamts. Schließlich existiert bereits ein Radweg auf der anderen Straßenseite. Der größeren Bequemlichkeit halber habe man sich dann aber doch für den Bau entschieden. „Für den Radweg ist es natürlich besser, wenn Sie nicht ständig über eine stark befahrene Straße wechseln müssen.“ Beklagt hatte sich auch Markus Hambüchen, Eigentümer der Moissl Bautaucher GmbH. Das kleine Unternehmen für schwierige Taucheinsätze am Auenweg hatte für den Radweg einen Teil seines angemieteten Grundstücks abtreten müssen. Hambüchen hatte das als „massive Einschränkung“ für den Betrieb bezeichnet.

Der Rheinboulevard soll bis zum Spätherbst 2013 fertiggestellt sein, das Stück auf dem WDR-Gelände kann aber erst später abgeschlossen werden. Unter der Bezeichnung „Charlier“ soll darüber hinaus ein Grünzug eingerichtet werden, der den Rheinboulevard auch von der Stegerwaldsiedlung aus erreichbar macht. Er soll demnächst angelegt werden und die Deutz-Mülheimer Straße mit dem Auenweg verbinden. Die Stadt muss am Auenweg unterdessen noch das Grundstück des ehemaligen Rückkühlwerks der Deutz AG kaufen. Das Gebäude wird laut Joachim Bauer nicht mehr gebraucht und wird zugunsten des Radwegs abgebrochen.


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