24.08.2016
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Rheinboulevard: Naherholung am Rheinufer

Der „Rheinboulevard Mülheim-Süd“ gehört neben dem Ausbau der Frankfurter Straße, der Berliner Straße oder der Waldecker Straße in Buchforst zu den städtebaulichen Vorhaben des Programms „Mülheim 2020“. Der Baubeginn ist für Anfang 2013 vorgesehen.

Der „Rheinboulevard Mülheim-Süd“ gehört neben dem Ausbau der Frankfurter Straße, der Berliner Straße oder der Waldecker Straße in Buchforst zu den städtebaulichen Vorhaben des Programms „Mülheim 2020“. Der Baubeginn ist für Anfang 2013 vorgesehen.

Mülheim -

Die Vorbereitungen für den Bau des Rheinboulevards im Mülheimer Süden gewinnen an Fahrt. Die Pläne der Stadtverwaltung sind fertig ausgearbeitet. Im Oktober wird das Vorhaben im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts Mülheim 2020 im Veedelsbeirat und in der Bezirksvertretung beraten.

„Durch das Projekt Rheinboulevard Mülheim-Süd wollen wir die Naherholungsbereiche am Mülheimer Rheinufer vervollständigen“, sagt Joachim Bauer vom Grünflächenamt. Der Mülheimer Uferabschnitt ist der einzige im rechtsrheinischen Köln, der noch nicht durchgängig von einem Fuß- und Radweg gesäumt wird. „Damit wird der Rheinradweg Niederrhein von Bonn nach Rotterdam geschlossen.“

Rücksicht auf die Werft

Zwischen der Zoobrücke und der Einmündung Hafenstraße nutzt die Stadt eine alte Bahnanlage entlang des Auenwegs, die zum Rad- und Fußweg ausgebaut werden soll. Auf Höhe der Werft kurz vor der Hafenstraße schwenkt der Weg kurz landeinwärts, um nach wenigen Metern wieder zum Hafenbecken zu führen. „Die Werft braucht den Zugang zum Rhein, der Boulevard muss den Betrieb daher umgehen“, erklärt Bauer. Nördlich der Werft verläuft der Weg entlang der Ufermauer bis zum Festplatz unter der Mülheimer Brücke.

„Durch die besonderen Bedingungen in Mülheim wird der Boulevard hier nicht so aufwändig gestaltet wie in Deutz mit einer Freitreppe zum Rhein und kleinen Parkanlagen“, so Bauer. Geplant sei lediglich ein asphaltierter Rad- und Fußweg, der durch Pflastersteine abgegrenzt wird. Der Weg wird zu beiden Seiten durch einfache Grünflächen mit Rasen und einigen Bäumen flankiert. Die Kosten inklusive der Planung betragen etwa 1,1 Millionen Euro, wovon 80 Prozent von EU und Bund übernommen werden.

Doch um an alle Flächen zu kommen, musste die Stadt bisher satte drei Millionen Euro ausgeben. Bauer: „Da kein Bebauungsplan existiert, der hier Grünflächen vorsieht, saßen wir bei den Verkaufsverhandlungen am kürzeren Hebel.“ Die Eigentümer hätten hier auch Gewerbe ansiedeln können, was ihnen hohe Mieteinnahmen gebracht hätte. Ihre Grundstücke ließen sie sich deshalb teuer abkaufen. Was die Planung betreffe, sei das Projekt insofern einzigartig.

Der Weg wird auch über das Produktionsgelände der Serie „Anrheiner“ führen. „Wir verhandeln mit dem WDR, um feste, pauschale Drehtage zu vereinbaren“, so Bauer. An diesen Tagen bleibt der Boulevard dort dicht. Wie oft das passiert, kann der WDR heute noch nicht sagen. Auch nicht, wie lange das Gelände überhaupt noch für Dreharbeiten genutzt wird. Das Areal hat der Sender nur gepachtet.

Baubeginn Anfang 2013

Der ehemalige Beachclub südlich des WDR – auch über dessen Gelände führt der Boulevard – ist seit einem Monat geschlossen. Sein Pachtvertrag lief im Juni aus.

Der Baubeginn ist Anfang 2013, die Fertigstellung spätestens Mitte 2014 – in diesem Jahr müssen die Fördermittel spätestens abgerechnet sein.


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