31.07.2016
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Schäden: Brücke mit Verspätung gesperrt

Seit der Sperrung der Leverkusener Brücke für Lkw über 3,5 Tonnen nimmt der Verkehr auf der Mülheimer Brücke zu, Politiker ford

Seit der Sperrung der Leverkusener Brücke für Lkw über 3,5 Tonnen nimmt der Verkehr auf der Mülheimer Brücke zu, Politiker fordern nun Konsequenzen.

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Peter Rakoczy

Mülheim -

Der Schnee ist offenbar an allem Schuld: Nun hat er auch dazu geführt, dass die Sperrung der Mülheimer Brücke für Lastwagen ab 30 Tonnen erst mit einem Tag Verspätung in Kraft trat. Erst am späten Dienstagvormittag wurden die entsprechenden Verbotsschilder aufgedeckt. Bis dahin rollte der Lkw-Verkehr wie gewohnt. "Die Firmen, die die Schilder aufstellen, sind aufgrund der Witterung nicht rechtzeitig fertig geworden", sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann.

Seit der Sperrung der Leverkusener Autobahnbrücke für Lastwagen ab 3,5 Tonnen hat sich der Lkw-Verkehr auf der Mülheimer Brücke mehr als verdoppelt. Das haben nach Angaben der Stadt Verkehrszählungen ergeben. Um die Belastung für das Bauwerk zu reduzieren, dürfen zudem alle Lkw unter 30 Tonnen nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren; für alle Laster gilt zudem ein Überholverbot.

Laut Zählung überquerten Ende August vorigen Jahres im Schnitt 1555 leichte und schwere Lastwagen sowie Busse die Mülheimer Brücke. Am 12. Dezember, knapp zwei Wochen nach dem Lkw-Verbot für die Leverkusener Brücke, waren es 3364. Durch diesen verstärkten Verkehr würden die so genannten Untergurte an den Hauptträgern des Stahlbauwerks zu hohen Spannungen ausgesetzt.

Autobahnring weiträumig umfahren

Die Stadt rät Lkw-Fahrern, das Stadtgebiet weiträumig über den Autobahnring zu umfahren. Denn auch für andere Kölner Rheinbrücken gelten Gewichtsbeschränkungen; nur die Severinsbrücke und die Rodenkirchener Brücke sind dann noch für Schwerlaster befahrbar. Wenn die Leverkusener Brücke wie geplant im März wieder für den Schwerverkehr freigegeben werden sollte, will die Stadt die Entwicklung auf der Mülheimer Brücke beobachten und entsprechend reagieren.

Die Grünen fordern, das bereits vorliegende Lkw-Führungskonzept schnellstmöglich umzusetzen und dem Transitverkehr die Durchfahrt durch die Stadt innerhalb des Autobahnrings grundsätzlich zu verbieten. (jac, map)