30.06.2016
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Nach Tweet: Naina legt ihren Twitter-Account still

Naina K. aus Köln.

Naina K. aus Köln.

Foto:

Peter Rakoczy

Köln -

Die Kölner Oberstufenschülerin Naina K., die mit einem Tweet eine bundesweite Diskussion über die Kernaufgabe von Schulen ausgelöst hatte, hat am Donnerstagabend ihren Account stillgelegt. Ihr letzter Eintrag lautete: „Dieser Hass hier auf Twitter ist so heftig, ihr widert mich an. Sagt Bescheid wenn ihr wieder normal seid. Bis dann.“

Auf Nachfrage erklärte Naina dem Kölner Stadt-Anzeiger, die Sache werde ihr generell nicht zu groß, „aber es gibt auf Twitter ein paar Menschen, die so einen Hass und so viel Missgunst mir gegenüber empfinden und das auch zum Ausdruck bringen.“

Dabei seien viele Sachen weit unterhalb der Gürtellinie. „Diesem Stress will ich mich nicht auch noch aussetzen“, sagte die Schülerin. Sie werde auf ihrem Account nicht mehr twittern, bis sich „die ganze Sache wieder gelegt hat.“ Den Kontakt zu Politik und Presse wolle sie aber aufrecht erhalten, damit das Thema weiterverfolgt werde.

Zuvor am Abend war Naina zu Gast in ihrer „Lieblingssendung“ TV-Total mit Stefan Raab in Köln und erklärte dort noch einmal, wie sie die Tage nach Absetzen ihres Tweets erlebt hatte. Von den Reaktionen sei sie „wahnsinnig überrascht“ worden, die Zahl ihrer Follower sei von ursprünglich 3.000 auf nun über 15.000 angestiegen.

Die Schülerin vom Kölner Ursulinengymnasium hatte am vergangenen Samstagabend über einen Eintrag beim Kurznachrichtendienst deutlich gemacht, dass sie sich von der Schule nicht ausreichend auf das Leben nach dem Abitur vorbereitet fühle:


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