29.09.2016
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Performance zu den Übergriffen in Köln: Schweizer Nacktkünstlerin Milo Moiré protestiert auf der Domplatte

Die Schweizer Performance-Künstlerin Milo Moiré protestiert anlässlich der Silvestervorfälle in Köln nackt vor dem Dom-Hauptportal.

Die Schweizer Performance-Künstlerin Milo Moiré protestiert anlässlich der Silvestervorfälle in Köln nackt vor dem Dom-Hauptportal.

Foto:

Christoph Hennes

Köln -

Im Schatten des Doms hat die Schweizer Künstlerin Milo Moiré am Freitagvormittag mit einer Nacktperformance zu den Übergriffen in der Silvesternacht Stellung genommen. Zehn Minuten lang stand Moiré vollkommen unbekleidet auf der Domplatte und hielt ein Plakat hoch, auf dem stand: „Respektiert uns! Wir sind kein Freiwild, selbst wenn wir nackt sind!!!“ Mit der Performance wollte die in Düsseldorf lebende Künstlerin vermitteln, dass es egal sei, ob Frauen nackt oder angezogen sind, ihnen sei stets der gleiche Respekt entgegenzubringen.

Im Anschluss kritisierte sie Verhaltensregeln für Frauen und Mädchen, wie Oberbürgermeisterin Henriette Reker sie ins Spiel gebracht hatte. „Es kann nicht sein, dass Frauen sich maßregeln lassen müssen“, erklärte Moiré. Dass den Opfern der Attacken mitten in Europa so etwas geschehen konnte, sei ihr an Herz und Nieren gegangen.„Wir können Frauen nicht vermitteln, dass sie etwas falsch gemacht haben. Sie müssen erhobenen Hauptes durch das Leben schreiten können, mit wachsamen Augen, aber selbstbewusst.“

Nacktprotest vor dem Dom
Köln, 08.01.16: „Wir sind kein Freiwild – auch wenn wir nackt sind.“ Das ist die Botschaft der Künstlerin Milo Moiré. Die Schweizerin hat heute nackt auf der Domplatte protestiert. Sie will die Opfer sexueller Übergriffe ermutigen, weiterhin selbstbewusst aufzutreten und sich nicht vorschreiben zu lassen, was sie anziehen sollen.