29.05.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Clouth-Gelände in Köln-Nippes: Gute Nachbarschaft vor dem Einzug

Die Clouth-Siedler beim Spatenstich in der Baugrube

Die Clouth-Siedler beim Spatenstich in der Baugrube

Foto:

Rakoczy

Nippes -

Die Vorfreude auf das Wohnen im Clouth-Veedel ist bereits groß. Und auch der Teamgeist stimmt ganz offensichtlich bei den vier Baugruppen, die sich bei der Realisierung ihrer Projekte zusammengetan haben.

„Wir erleben heute die Geburt von etwas, das irgendwann hoffentlich ein lebendiges Veedel sein wird“, richtete Martina Pfaff von der Genossenschaft „Woge Köln“ ihre Worte an die rund 150 Gäste, die hinterm Zaun vor der Baugrube standen. „Wir haben nun zwei Jahre hieran gearbeitet, viele Ideen und Papier erzeugt.

Das Verfahren war ein langes Ringen, aber alle waren mit Feuereifer dabei. Unsere Nachbarschaft existiert de facto schon; ab nächstem Jahr wollen wir sie dann mit Leben füllen.“ Und dann ging es zur Tat: Zwei Mitglieder jeder Baugruppe ergriffen ihre Spaten, um als symbolische Grundsteinlegung je einen Beerenstrauch – zur Wahl standen ein Himbeer-, Johannisbeer-, Brombeer- und Stachelbeer-Gewächs – einzutopfen.

„Wunschnachbarn“, „Schritte machen“ und „Clouth #9“

Die vier Baugruppen gehören zu den Siegern des Wettbewerbs für gemeinschaftliche Bauprojekte auf dem Clouth-Gelände. Neben dem genossenschaftlichen Träger Woge sind es drei weitere Teams namens „Wunschnachbarn“, „Schritte machen“ und „Clouth #9“. Drei Grundstücke mit insgesamt 6600 Quadratmetern Fläche, direkt östlich neben der historischen Werkshalle 17 gelegen, sind für Baugruppen bestimmt.

25 dieser Gemeinschaften hatten sich bei der Ausschreibung vor zwei Jahren beworben, um ihr Projekt auf dem alten Fabrik-Areal zu realisieren.

Im Mai 2014 gingen acht von ihnen als Gewinner aus dem vom Haus der Architektur Köln betreuten Jury-Auswahlverfahren hervor; zwei weitere Teams wurden ein halbes Jahr später für das Grundstück mit dem denkmalgeschützten Werkstor 4 an der Xantener Straße nachnominiert. Vorigen Dezember hatten die im ersten Zuge siegreichen Baugruppen schließlich die Grundstücks-Kaufverträge unterschrieben.

Auf einem Rundgang mit anschließendem Baustellen-Sektbüffet präsentierten sie erstmals gemeinsam ihre Entwürfe – mit viel Pfiff und Esprit organisiert: Zu eleganten Foxtrott- und Rumba-Klängen eines Tanzorchesters aus dem rollbaren Lautsprecher bewegte sich der Besichtigungs-Tross über das Areal; mit einer Kuhglocke wurde jeder Gruppen-Vortrag buchstäblich „eingeläutet“.

  1. Gute Nachbarschaft vor dem Einzug
  2. Fußball- und James-Bond-Abende
nächste Seite Seite 1 von 2