25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Defflingerstraße: Zu langes Warten vor der Ampel
05. June 2013
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Defflingerstraße: Zu langes Warten vor der Ampel

Minutenlang wartet man teilweise vergebens auf ein grünes Signal.

Minutenlang wartet man teilweise vergebens auf ein grünes Signal.

Foto:

Schoeneck

Weidenpesch -

Für Fußgänger, die an der Einmündung Derfflingerstraße die Neusser Straße überqueren sollen, wird das Vorhaben vor allem morgens und nachmittags zum Geduldsspiel. Gleiches gilt für Autofahrer, die aus der Derfflingerstraße nach links oder rechts auf die Neusser Straße einfahren wollen: Teils minutenlang müssen diese auf Grün warten, wie sich immer wieder beobachten lässt.

Ein Hauptgrund hierfür ist der rege Bahnverkehr: Stündlich 36 Züge der Linien 12 und 15 aus beiden Fahrtrichtungen passieren zu den Hauptverkehrszeiten – ungefähr zwischen 7 und 9.30 Uhr sowie zwischen 15.30 und 19.30 Uhr – diesen Abschnitt; zeitweise scheint sich so eine Bahn an die andere zu reihen. Da die Kölner Verkehrs-Betriebe wegen ihrer Signalschaltung immer freie Fahrt haben, verlängert sich entsprechend die Wartezeit für alle, die ihren Schienenweg kreuzen wollen.

Zum Rasen verleitet

Nun fordert die Bezirksvertretung Nippes, die Situation an der Kreuzung erträglicher zu gestalten. Einstimmig beschloss sie einen Prüfauftrag der SPD-Fraktion an die Verwaltung, ob sich die Ampelschaltung und das Signalsystem für die Bahn verbessern lassen. Denn laut Beobachtung von Winfried Steinbach sei die Vorrangschaltung der KVB allzu großzügig programmiert. „Die Bahnen scheinen sich schon am Ebertplatz und dem Altonaer Platz das Grün zu holen“, vermutete er etwas überspitzt. Oft hätten die Derfflinger Straße und die Fußgänger an der Neusser Straße deshalb ein Dauer-Rot, obwohl die Bahn noch lange nicht an der Kreuzung eingetroffen sei.

Nebenbei verleite die Schaltung einige Autofahrer zum Rasen. „Auf Höhe der Schmiedegasse sehen sie die Linksabbieger-Ampel zur Derfflingerstraße auf Rot springen; wer die Neusser Straße dagegen mit 60 statt 50 Stundenkilometern hinunterfährt, bekommt sie noch“, ergänzte Steinbach.