26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Jugendzentrum: Legionellen in Haus „P 24“
18. March 2013
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Jugendzentrum: Legionellen in Haus „P 24“

Das Haus Pallenbergstraße 24 steht derzeit leer.

Das Haus Pallenbergstraße 24 steht derzeit leer.

Foto:

Schöneck

Weidenpesch -

Das seit Jahren leerstehende „P24“-Haus an der Pallenbergstraße 24 ist mit Legionellen-Bakterien verseucht – und kann deshalb derzeit als Jugendzentrum oder in einer anderen Funktion nicht genutzt werden. Dies teilte die Verwaltung der Bezirksvertretung Nippes mit.

Die Bezirksvertreter hatten Ende vergangenen Jahres in einem einstimmig beschlossenen SPD-Antrag gefordert zu prüfen, ob kurzfristig Räume für einen weiteren Jugendtreff in Weidenpesch bereitgestellt oder angemietet werden können. Insbesondere solle die Stadt prüfen, ob das „P24“ – ein ehemaliges Schwesternwohnheim, das später als Fachschule für Sozialarbeit sowie als Werkstatt für Menschen mit Behinderung genutzt wurde – sich hierfür eignen würde.

Gebäude nicht nutzbar

Doch wegen des Legionellen-Befalls ist das Gebäude derzeit überhaupt nicht nutzbar. Laut der städtischen Wohnungsversorgungs-Betriebe (WVB) müsste das Objekt für rund 350 000 Euro saniert werden. Weitere rund 25 000 Euro fielen für Planungs- und Gutachterkosten an. Langfristig planen die WVB, das Gebäude mit Hilfe von Landes-Fördermitteln in Wohnraum umzuwandeln, wegen Personal- und Geldknappheit ist das Vorhaben jedoch vorerst nicht realisierbar.

Ansonsten bestätigt das Amt für Kinderinteressen und Jugendförderung, dass es weitere Aufenthaltsräume für Jugendliche im Stadtteil – neben dem bestehenden „Dachlow“-Zentrum an der Neusser Straße 587 – grundsätzlich begrüßen würde. „Dies scheiterte in der Vergangenheit jedoch regelmäßig an fehlenden Räumen und finanziellen Mitteln“, heißt es von der Verwaltung. Das Amt trat jedoch dem Eindruck entgegen, die Zahl der Jugendlichen in Weidenpesch steige rasant – vielmehr sei sie stabil. „Für die nächsten Jahre ist davon auszugehen, dass bei den Sechs- bis unter 18-Jährigen mit konstant etwa 100 bis 120 Kindern und Jugendlichen pro Jahrgang zu rechnen ist“, so die Verwaltung. Dies entspräche etwa dem derzeitigen Niveau.


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