24.08.2016
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Kommentar: Täglichen Stromverbrauch verändern

Yüksel Sirmasac (l.) und Dorothee Jungk zeigen die Teilnehmer-Plakette für das Klimameilen-Projekt.

Yüksel Sirmasac (l.) und Dorothee Junck zeigen die Teilnehmer-Plakette für das Klimameilen-Projekt.

Foto:

Schöneck

Nippes -

Intelligente Stromzähler sind etwas Spannendes – nicht nur für Technikfreaks. Wenn der bisher höchst abstrakte und allenfalls grob zu schätzende Stromverbrauch im Haushalt mit ein paar Klicks erfassbar wird, könnte sich ein interessanter Effekt einstellen, den manche aus einem anderen Lebensbereich schon kennen.

Der Autofahrer etwa, der auf dem Armaturenbrett den aktuellen Spritverbrauch seines Wagens angezeigt bekommt, wird vermutlich langfristig sparsamer unterwegs sein: wenn er einen Ehrgeiz entwickelt, diesen Wert zu drücken. Und er mit der Zeit lernt, wie’s geht.

Alltagsverhalten anpassen

Ein vergleichbares Ergebnis könnte es im Haushalt geben. Wenn der aktuelle Stromverbrauch transparent wird – anstatt nur als große Zahl auf der Jahresabrechnung –, und man genau weiß, woher er resultiert, werden viele ihr Alltagsverhalten anpassen. Da bleibt die „Festbeleuchtung“ im Zweifelsfall auch mal aus; ebenso das energieintensive Flachbild-TV, wenn gerade eh niemand zuschaut.

Ein Projekt also, das wie geschaffen für die Klimameile an der Neusser Straße ist. Allgemein gilt: Damit sie ein richtiger Erfolg wird, sollten die Bürger in der Nachbarschaft einbezogen werden. Die intelligenten Zähler für alle Nippeser sind da ein wichtiger Schritt. Dieser lohnt sich ökonomisch wie ökologisch: Steigende Nebenkosten werden auch in Nippes immer mehr zum Ärgernis – und mehr als 40 Prozent des CO2 in Deutschlands gehen immer noch auf das Konto der Stromerzeugung.


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