27.09.2016
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Kommentar zum Verkehrskonzept: Eine Linderung ist in Sicht

Riehl -

Den Zoo und die Flora direkt vor der Tür zu haben, macht einen großen Teil der hohen Attraktivität und des Flairs von Riehl aus. Dass diese Attraktionen auch Besucher von auswärts anziehen, ist selbstverständlich - nicht anders als im Weidenpescher Rennbahnviertel, wenn Flohmarkt ist oder die Pferde laufen. Oder in Nippes, wo der Parkraum ohnehin schon Mangelware ist und zahlreiche Ausgeh-, Einkaufs- und Kulturangebote Gäste anlocken.

Das von der Bezirksvertretung beschlossene Programm könnte helfen, die Parkplatznot in Riehl zumindest teilweise zu lindern. Und ein Parktarif von vier Euro pro Tag ist zumutbar. Wer etwa als Familie rund 50 Euro inklusive Getränken und Snacks in einen schönen Tag im Tierpark investiert, kann auch den Stellplatz-Obolus zahlen, anstatt „ewig und drei Tage“ durch die überfüllten Straßen des Veedels zu kurven. Es ist schließlich Zeit, die hinterher bei Marlar und ihren Artgenossen fehlt. Zumal es ja auch möglich ist, mit Rad, Bus oder Bahn anzureisen - und sich Parkstress und Gebühren komplett zu ersparen.

Parkplatz vor dem Besuchersturm sichern

Doch trotz der Verbesserungen werden sich wohl weiterhin Gäste im Zoo- und Floraviertel nach Parkplätzen umschauen, die sich scheuen, für einen Platz in den ausgeschilderten Anlagen zu bezahlen. Die Riehler werden weiter damit leben müssen. Zum Glück ist es nicht immer so dramatisch, denn den ganz großen Ansturm auf Zoo und Flora gibt es nicht jeden Tag. Und wer schlau ist, sichert sich „seinen“ Stellplatz, bevor die Besuchermassen anreisen.

Natürlich hört der Spaß dann auf, wenn die Sicherheit gefährdet ist. Etwa wenn aufgrund zugeparkter Straßen die Einsatzkräfte von Feuerwehr oder Polizei nicht mehr durchkommen. Verkehrskonzept hin oder her - dann hilft nur noch Abschleppen.