29.08.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Polizei-Statistik: Die Unfallschwerpunkte in Nippes
13. May 2013
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Polizei-Statistik: Die Unfallschwerpunkte in Nippes

Auto erfasst Motorradfahrer: Ein Bild das es laut Unfallbericht immer noch zu häufig gibt.

Auto erfasst Motorradfahrer: Ein Bild das es laut Unfallbericht immer noch zu häufig gibt.

Foto:

Archiv/Krasniqi

Nippes -

Viele gute, aber auch einige schlechte Nachrichten hält die aktuelle Unfallschwerpunkt-Statistik der Kölner Polizei und des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik für den Bezirk Nippes bereit. Nach fünf Verkehrstoten im vorangegangenen Jahr kamen im aktuellen Beobachtungszeitraum 2012 nur noch drei Menschen auf den Straßen des Stadtbezirks ums Leben. Damit zeigt der Trend in die selbe Richtung wie in ganz Köln. Stadtweit sank die Zahl der tödlich Verunglückten im gleichen Zeitraum von 26 auf 23.

Drei Tote zu beklagen

Im November des Jahres starb eine 90-jährige Fußgängerin auf dem Niehler Abschnitt der Friedrich-Karl-Straße. Beim Versuch, die vierspurige Straße zu queren, wurde sie von einem Autofahrer erfasst. Zwischen Weihnachten und Silvester wurde an der KVB-Haltestelle Longericher Straße in Longerich eine 80-jährige Frau von einer Bahn erfasst, als sie trotz Rotlicht die Gleise überquerte – eine Fußgängerampel über die Straße hatte Grün gezeigt.

Gesondert zu betrachten ist der Fall eines 58-jährigen Radfahrers, der kurz nach Neujahr an der Böblinger Straße verunglückte und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Bei dem nicht vollständig aufgeklärten Unfall gehen die Ermittler bislang davon aus, dass der Radler ohne Fremdbeteiligung stürzte.

Unfallschwerpunkte entschärft

Bei den Unfallschwerpunkten im Stadtbezirk ist eine überwiegend erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen. Dazu zählen jene Stellen, an denen es innerhalb des Jahres mehrfach Verletzte oder zumindest schwere Sachschäden zu beklagen gab (siehe Infobox unten). Mehrere dieser Kreuzungen sind aus der Liste der Unfall-Häufungsstellen verschwunden – so etwa die stark befahrene Kreuzung Innere Kanalstraße/Niehler Straße, aber auch die Militärringstraße an der Auf- und Abfahrt zur Autobahn 57 sowie der Knotenpunkt Riehler Straße/Frohngasse. Insgesamt waren nur noch sechs Kreuzungen und Einmündungen im Stadtbezirk auffällig; neun waren es noch im Vorjahr.

Zwei Stellen haben sich jedoch auch im Jahr 2012 als äußerst gefährlich erwiesen: Die Kreuzung Escher Straße/Äußere Kanalstraße im Norden von Bilderstöckchen ist mit elf schweren Unfällen und insgesamt 13 Leichtverletzten trauriger Spitzenreiter und taucht bereits das dritte Jahr in Folge im Bericht auf. Auch der Knotenpunkt Emdener Straße/Geestemünder Straße im Niehler Industriegebiet gibt Anlass zur Sorge. Hier gab es fünf Unfälle der schwereren Sorte mit insgesamt einer schwer und vier leicht verletzten Personen.

Vor allem an der Kreuzung in Bilderstöckchen soll nun etwas passieren. Dort verursachten hauptsächlich Linksabbieger aus dem Industriegebiet Unfälle, indem sie beim Einbiegen in die Escher Straße dem geradeaus fahrenden Gegenverkehr die Vorfahrt nahmen. „Zukünftig sollen die Verkehrsströme über eigene Phasen in den Knoten einfahren“, kündigt die Verwaltung an – das heißt, alle drei Seiten bekommen getrennt voneinander Grün. „Langfristig ist für diesen Bereich die Umgestaltung zum Kreisverkehr vorgesehen“, heißt es weiter.