28.08.2016
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Wasserspielplatz: Kinder sitzen auf dem Trockenen

Hier läuft sonst Wasser durch Holzbahnen. Doch diese Jungen amüsieren sich auch so.

Hier läuft sonst Wasser durch Holzbahnen. Doch diese Jungen amüsieren sich auch so.

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Schöneck

Nippes -

Die Aufregung ist groß bei Eltern und Kindern, die den Wasserspielplatz im Nippeser Tälchen besuchen: Der Brunnen, aus dem sonst kaltes Wasser durch ein Holzlabyrinth fließt, ist versiegt. Gerade im Sommer ist die Anlage vor allem bei den Kleinsten beliebt, die in den Wasserbahnen herumklettern, planschen und mit nassem Sand spielen können. Das besondere Extra macht den Spielplatz – neben seiner schönen Lage im Park am Ausläufer der Louis-Ferdinand-Straße – zu einem der beliebtesten im Stadtbezirk.

Anschlüsse verplombt

„Normalerweise wird das Wasser kurz nach Ostern angestellt, doch diesmal war’s nicht so“, berichtet eine Mutter, die ihren Namen nicht genannt haben wollte. Ihre Tochter kommt regelmäßig hierher zum Spielen: „Bei unserem ersten Besuch in diesem Jahr dachte ich noch, es wäre wegen des bis dahin schlechten Wetters – aber beim zweiten Mal funktionierte die Anlage auch nicht.“

Als sie genauer hinschaute, fiel ihr auf, dass die Anschlüsse verplombt sind. „Dabei wäre es gerade jetzt manchmal schön, Abkühlung zu haben, besonders für die ganz Kleinen.“ Auch mehreren anderen Familien fällt sofort auf, dass der Brunnen versiegt ist. „Was ist das denn – da läuft ja gar kein Wasser!“, ruft ein Junge erstaunt, der mit seinem Vater ins Nippeser Tälchen gekommen ist.

Doch die Stadtverwaltung gibt inzwischen Entwarnung: Das Wasserspiel ist keineswegs stillgelegt, sondern nur defekt. „Das Knopf-Druckelement des Brunnens ist kaputt gegangen“, erläutert Thomas Löbach vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. „Leider ist das Teil schon so alt, dass es nicht mehr produziert wird – deshalb haben wir es bei einer Firma eingeschickt, die es nacharbeiten kann.“ Etwa in zwei Wochen, so schätzt er, könnte der Brunnen in Stand gesetzt sein. „Wir haben extra um Eile gebeten – und wollen die Anlage so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen.“