25.07.2016
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Open-Air-Konzert: Stadt Köln erlaubt AC/DC-Konzert am Rhein-Energie-Stadion

AC/DC bei einem Konzert in München im Jahr 2003.

AC/DC bei einem Konzert in München im Jahr 2003.

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AP

Köln -

Neun Jahre nach der Doppel-Show von Robbie Williams wird die Jahnwiese wieder zum Schauplatz eines Open-Air-Spektakels. Am 19. Juni 2015 will die australische Rockband AC/DC auf der Grünfläche am Stadion spielen, die Veranstalter erwarten rund 80 000 Fans. Das ist einer internen städtischen Unterlage zu entnehmen, die dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. Ob Angus Young und seine Mitmusiker im Rahmen ihrer Welttournee noch weitere Konzerte in Deutschland geben werden, ist derzeit offen. Sein Bruder Malcolm, ebenfalls Gitarrist und Gründungsmitglied der Band, wird nicht mit dabei sein. Er leidet an einer Demenz-Erkrankung und wird voraussichtlich von seinem Neffen Stevie Young vertreten.

Wie zu erfahren war, soll der Vorverkauf möglicherweise schon am 28. November beginnen – zeitgleich mit der Veröffentlichung des neuen Albums „Rock or Bust“. AC/DC waren mehrfach zu Gast in Köln, 2009 wurden sie von 40 000 Menschen im Stadion gefeiert.

Die Jahnwiese befindet sich im Äußeren Grüngürtel und ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Deshalb hatten sich die Naturschutzverbände im Landschaftsbeirat gegen das Konzert ausgesprochen. Eine derart laute Großveranstaltung bedeute für die Tierwelt eine „erhebliche Beeinträchtigung“, vor allem für Vögel und Fledermäuse, heißt es in einer Stellungnahme. Zudem sei es nicht hinnehmbar, dass die für die Zeit des Auf- und Abbaus sowie das Ausbessern des Rasen „dem Breitensport entzogen wird“. Nach den Konzerten von Robbie Williams mit insgesamt 160 000 Besuchern hatte es Wochen gedauert, bis sämtliche Flächen wieder bespielbar waren.

Der Umweltausschuss des Rates wies die Bedenken jedoch zurück und genehmigte das Konzert im Eilverfahren. Nach der Eröffnung des neuen Stadions hatten sich die Stadt und Bezirksregierung 2004 darauf verständigt, pro Jahr nicht mehr als eine Großveranstaltung „von hoher städtischer Bedeutung“ auf der Jahnwiese und den Vorwiesen zu genehmigen. „In einer Großstadt müssen solche Konzerte möglich sein“, sagte der Vorsitzende des Umweltausschusses, SPD-Chef Jochen Ott. Sportstättenchef Hans Rütten wollten sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu der Planung äußern. Wie es hieß, soll er eine Zeit lang auch über einen Auftritt von U 2 verhandelt haben.