29.08.2016
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Frühling: Freiluftsaison in Köln ist eröffnet

In Booten, auf Fahrrädern und zu Fuß wurde das frühlingshafte Wetter überall genossen und auch die Angler waren wieder aktiv.

In Booten, auf Fahrrädern und zu Fuß wurde das frühlingshafte Wetter überall genossen und auch die Angler waren wieder aktiv.

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Roland Schriefer

Zündorf -

„An diesem Wochenende kommt der Sommer“, hatten sämtliche Wetterdienste vermeldet. Aber bis 14.30 Uhr war am Sonntag davon noch nichts zu sehen gewesen. Es war zwar wie versprochen einigermaßen warm, aber die Sonne ließ sich einfach ein bisschen mehr Zeit als erwartet.

Anglerglück

Für Horst Engels, den Vorsitzenden des Anglervereins Heimattreue, war das aber kein Grund, den Auftakt der Angelsaison zu verschieben. „Wir sind um sieben Uhr mit zwölf Mann raus zur Groov und haben unsere Angelruten ausgeworfen“, sagte er, auch wenn sie sich aufgrund der bisherigen Wetterlage keine zu großen Hoffnungen machten. „Fische brauchen Wärme und Licht, um den Stoffwechsel in Gang zu bringen“, erklärte Ralph König, der Jugendwart des Vereins. „Wenn es zu kalt ist – also unter sechs bis sieben Grad – und wenn es so trüb ist, dann beißen die Fische auch dann nicht, wenn man ihnen den schmackhaftesten Köder direkt vor der Nase baumeln lässt.“

Als an späteren Nachmittag dann doch noch die Sonne die Wolken vertreiben konnte und die Temperaturen sich bei der 20 Gradmarke einpendelten, saßen nicht nur die Angler auf den Groov-Terrassen und ließen sich das erste kühle Bierchen schmecken. Erfrischende Getränke und leckere Eiscremebecher waren der Renner bei den vielen Fahrradfahrern, die über den Leinpfad nach Zündorf geradelt waren und das Nepumuk-Denkmal und die Gaststätten an der Groov als Etappenziel wählten.

Bootsverleih geöffnet

Auch für Markus Bösmann war es an der Zeit, den Bootsverleih zu öffnen. „Ich fange in der Regel eigentlich erst Ende April, Anfang Mai mit dem Verleih an“, sagte er. „Aber nach dem langen trüben Winter habe ich die Tretboote jetzt schon freigegeben.“ Dieses Angebot wurde auch gerne angenommen, und auf dem unteren Groov-Gewässer mischten sich die Boote bald unter die Enten.
Am Leinpfad, den sich Fahrradfahrer und Fußgänger teilen müssen, herrschte das an schönen Wochenenden übliche Gewimmel und Gebimmel. Die Gaststätten hatten sich gefüllt. Im Eiscafé in der Fußgängerzone war viel Betrieb. Es gab nur selten freie Plätze im Sonnenschein. Und wer in der Sonne saß, der hatte bald vergessen, dass es noch eine Woche zuvor bitterkalt gewesen war. In den vergangenen 50 Jahren lag die Durchschnittstemperatur im März nur einmal – 1987 – noch unter der des vergangenen Monats, nämlich knapp unter Null-Grad.

Gefangen haben die Angler wider Erwarten an diesem Tag doch noch: „Unter anderem einen schweren Karpfen und zwei Hechte“, sagte Engels. „Die haben wir aber wieder ins Wasser gegeben, denn Hechte haben Schonzeit.“


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