25.07.2016
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Gefahrenschwerpunkt: Schutzblinker für Bahnhaltestelle

An der Kreuzung Kölner Straße/Salmstraße kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.

An der Kreuzung Kölner Straße/Salmstraße kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Foto:

Michael Heeg

Poll -

Zwei Bürger aus Poll sind es leid, dass Probleme in ihrem Stadtteil nicht behoben werden. Nun haben sich die beiden aktiv an der Politik beteiligt. Jeder von ihnen stellte jeweils eine Bürgereingabe in der zurückliegenden Sitzung der Porzer Bezirksvertretung. Thema der Eingabe war die Verkehrssicherheit in Poll, bei der aus Sicht der Bürger dringende Verbesserungen notwendig sind. Die Bezirksvertreter stimmten beiden Vorschlägen zu.

Hans Burgwinkel, vielen Bürgern als Vorsitzender des Poller Brauchtumvereins Maigeloogs bekannt, forderte in seiner Eingabe, dass die Sicherheit an der Straßenbahn-Haltestelle Salmstraße erhöht wird. Die Straßenbahn hat an dieser Stelle keine Vorfahrt und muss sich in den fließenden Verkehr einfädeln.

Optische Warnung vor der Bahn

„Hier müssen die Straßenbahnfahrer deutlich vorsichtiger agieren, als sie es bislang tun“, sagte Burgwinkel. Erst in den vergangenen Monaten ereigneten sich an der Kreuzung zwei Unfälle, bei denen Autos mit der Straßenbahn kollidierten.

Aber auch Fußgänger sind gefährdet, da die Straßenbahnfahrer häufig die Vorfahrtregeln missachten. „Im vergangenen Jahr gab es gleich zwei tödliche Unfälle“, berichtete Burgwinkel. Mit seinem Antrag sei nun endlich dafür gesorgt, dass an der Bahnhaltestelle ein Schutzblinker installiert werde, der bei Herannahen der Bahn entsprechend optisch warne.

Außerdem sei eine bessere Schulung der Straßenbahnfahrer vorgesehen. Als zweiter Antragsteller trat Heinz Meichsner vor die Bezirksvertreter. Er kritisierte die schlechte Verkehrssituation an der Rolshover Straße im Bereich der Kreuzung der Poll-Vingster-Straße. Der Fußweg sei in einem desolaten Zustand, es gebe keine klaren Begrenzungen zur Fahrbahn, und ein Fußgängerübergang werde dringend benötigt. „Insbesondere, wenn am Wochenende der Trödelmarkt stattfindet, kommt es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen“, so Meichsner.

Mit Engagement viel erreichen

Die Bezirksvertreter stimmten den Bürgern zu, allerdings kann derzeit nur über mögliche Zwischenlösungen entschieden werden. Die Verwaltung plant nämlich, dass an der Kreuzung Rolshover Straße/Poll-Vingster-Straße zukünftig ein Kreisverkehr mit Überwegen für Fußgänger eingerichtet wird. „Dieses Projekt ist jedoch wegen zahlreicher anderer noch offener Maßnahmen derzeit nicht als prioritär eingestuft“, sagte Hartmut Sorich vom Amt für Straßen- und Verkehrstechnik. Kurzfristige Verbesserungen werden von der Verwaltung geprüft.

Bezirksbürgermeister Willi Stadoll war erfreut, dass sich gleich zwei Bürger aktiv an der Politik beteiligen. „Genau durch dieses ehrenamtliche Engagement können wir hier in Porz gemeinsam viel erreichen“, sagte Stadoll. Er hofft, dass zukünftig noch mehr Menschen eine Bürgereingabe oder eine Anfrage bei der Bezirksvertretung einreichen werden.


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