25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Kommentar: Fünf Jahre Politik für einen Zaun
13. May 2013
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Kommentar: Fünf Jahre Politik für einen Zaun

Ratsmitglied Henk van Benthem hat sich ohne Beteiligung der Bezirksvertretung für den Bau eines Zaunes in der Kupfergasse einge

Ratsmitglied Henk van Benthem hat sich ohne Beteiligung der Bezirksvertretung für den Bau eines Zaunes in der Kupfergasse eingesetzt.

Foto:

Michael Heeg

Urbach -

Lange hat es gedauert, nun hat die Verwaltung endlich den Bau eines Zaunes an der alten Schule in der Kupfergasse beschlossen. Mehr als fünf Jahre ist es her, dass die Schulleitung den Zaun gefordert hat. Trotz zunehmender Verschmutzung des Schulgeländes wurde lange Zeit nichts unternommen. Das ist bedauernswert. Erst in den vergangenen Monaten widmeten sich mit Henk van Benthem (CDU) und Christian Joisten (SPD) auf einmal gleich zwei Porzer Lokalpolitiker dem Problem. Allerdings wählten beide eine völlig unterschiedliche Herangehensweise.

Ratsmitglied van Benthem sprach direkt mit den zuständigen Ämtern, ohne sich dabei an die Gepflogenheiten der Bezirksvertretung zu halten. Damit verzichtete er auf die Zustimmung der Bezirksvertretung. Sozialdemokrat Joisten wählte den konservativeren Weg und stellte ganz klassisch einen Antrag. Alles den Vorschriften entsprechend, aber meistens auch viel langwieriger.

Unnötiger Streit unter Politikern

Letztlich führen beide Wege dazu, dass der Zaun nun endlich errichtet wird. Doch beide Politiker hätten durchaus auf die Idee kommen können, sich einfach gemeinsam für das Projekt einzusetzen.

Die Verwaltung hätte wohl schneller gehandelt, und die Situation in der Kupfergasse wäre deutlich früher entschärft worden. Stattdessen wird nun darüber gestritten, wer den Bau des Zaunes als Erfolg verbuchen darf. Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Doch weder SPD noch CDU sind die Sieger in diesem Wettstreit. Am Ende sind es die Anwohner und die Kinder, die gewinnen.