29.08.2016
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Kulturrucksack NRW: Kindern bekommen Lust auf Kultur

Kulturrucksack NRW, ein Projekt mit "drei Sprachen - drei Kulturen - ein Zusammenleben" im Begengungszentrum der Synagogengemei

Kulturrucksack NRW, ein Projekt mit "drei Sprachen - drei Kulturen - ein Zusammenleben" im Begengungszentrum der Synagogengemeinde

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Roland Schriefer

Eil -

Türkische Lieder sind in den Räumen des Begegnungszentrums der Synagogengemeinde nicht unbedingt häufig zu hören. Eher schon hebräische Volkslieder wie „Hava Nagila“. Aber als dort der „Kulturrucksack NRW“ ausgepackt wurde, sangen und spielten auch Jugendliche aus der Türkei. Zuvor hatten das bereits Kinder aus Russland, der Ukraine und den zentralasiatischen Staaten Kasachstan und Usbekistan gemacht. Am Schluss kamen dann auch die Eltern, der Sozialraumkoordinator Jürgen Auth und SPD-Ratsfrau Monika Möller auf die Bühne und tanzten mit den Kindern.

Möglich machte das fröhliche Treiben der Kulturrucksack NRW, eine Initiative von Kulturministerin Ute Schäfer, die aus ihrem Etat dafür drei Millionen Euro bereitgestellt hat. „Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen die Tür zu Kunst und Kultur so weit wie möglich öffnen“, hatte sie empfohlen. Denn kulturelle Bildung könne einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leisten. Dutzende von Kommunen in NRW haben sich an der Bildungsinitiative beteiligt, und auch Köln mochte dabei nicht abseitsstehen. Hier haben freie und städtische Träger der kulturellen Bildung in elf ausgewählten Sozialraumgebieten – darunter Finkenberg – kreative Angebote in den Sparten Musik, Schauspiel, Tanz, Bildende Kunst, Neue Medien, Film und Fotografie, Literatur und Artistik entwickelt. Um Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf gezielt anzusprechen, wurden die Kompetenzen und Netzwerke der örtlichen Sozialraumkoordinatoren genutzt.

In Finkenberg hat Sozialraumkoordinator Auth das Theater „Der Spaß“ und den Deutsch-Türkischen Bürgerverein gewinnen können, mit etwa 40 Kindern ein multikulturelles Bühnenstück zu entwickeln. „Bei diesem Projekt wurden vor allem das sprachliche Ausdrucksvermögen und die musischen, darstellerischen und tänzerischen Fähigkeiten der Kinder gefördert“ sagte er. Garant für die Qualität des „Drei Sprachen – drei Kulturen – ein Zusammenleben“ genannten Projektes war Raissa Myachkova, die Leiterin des Theaters „Der Spaß“. Sollte das Projekt eine Fortsetzung erleben, was alle Beteiligen begrüßen würden, dann wird die Aufführung hoffentlich in einem größeren Rahmen, eventuell dem Rathaus, stattfinden, sagte Ratsfrau Möller.