28.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

NRW-Landesmeisterschaft Turnen: Nachwuchsturner zu Gast in Porz

Foto:

Michael Heeg

Zündorf -

Die Zuschauer haben sich von ihren Sitzplätzen erhoben und klatschen begeistert, um die Turner beim Einzug in die Sporthalle des Zündorfer Schulzentrums zu empfangen. Es ist zwar nur das Landesfinale des Rheinischen Turner Bundes (RTB), aber für die Kinder und Jugendlichen fühlt es sich an wie die Olympischen Spiele.

Ausrichter der Titelkämpfe ist der Turn- und Spielverein (TSV) Porz. Auch einige Turnerinnen des TSV haben es geschafft, sich in zwei schwierigen Qualifikationswettkämpfen einen Platz für das Landesfinale zu erkämpfen.

Insgesamt rund 300 Teilnehmer treten in sechs verschiedenen Altersgruppen an, um den besten Turner des Rheinlandes untereinander auszumachen. Dabei müssen vier unterschiedliche Disziplinen absolviert werden – der Sprung über einen Bock, Übungen auf dem Schwebebalken, am Barren und auf dem Boden.

Acht Porzer Turner erreichen Endrunde

„Sobald man an einem Gerät versagt, sind die Siegchancen gleich dahin“, erklärt Kalina Polanski, Trainerin beim TSV Porz und zuständig für die sportliche Organisation des Landesfinales. Mehr als 30 Kampfrichter sitzen in der Halle und bewerten die Leistungen der jungen Sportler.

Es ist das erste Mal, dass der TSV Porz ein Landesfinale ausrichten darf. Obwohl Turnen heutzutage eine eher wenig beachtete Sportart ist, sind die Organisatoren mit der Veranstaltung zufrieden. „Turnvereine erhalten leider weniger Förderung als beispielsweise ein Fußballverein“, sagt Oliver Oehlenberg, Verwaltungsvorsitzender des TSV.

„Durch das Landesfinale können wir ein wenig zusätzliches Geld einnehmen.“ Neben den Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Trinken, erhält der TSV einen kleinen Anteil an den Startgeldern. Davon soll ein neues Trampolin gekauft werden.

Neun Turnerinnen des Porzer Vereins konnten sich für die Titelkämpfe vor heimischer Kulisse qualifizieren. Knapp an der Qualifikation gescheitert ist Nachwuchstalent Pauline Friedrich. Die 13-Jährige hatte in den vergangenen Monaten durch starke Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, verpasste allerdings den Sprung in das Landesfinale.

Fairer Wettkampf auf hohem Niveau

Laut Trainerin Polanski kamen gleich mehrere Gründe zusammen: „Sie turnt in einem sehr starken Altersjahrgang und der Wettkampf beinhaltet nur Pflicht-Übungen – Pauline bevorzugt aber eher die Kür.“ Dennoch sei es eine tolle Leistung, dass sich neun TSV-Turnerinnen qualifizieren konnten. Die rund 300 Zuschauer in der Sporthalle sorgen für eine herzliche Atmosphäre.

Jede Turnerin wird nach ihrer Übung beklatscht. „Beim Turnen geht es immer sehr fair zu, da gibt es keine Rivalitäten“, sagt Beate Thymon, die wie viele andere Eltern ihre Tochter zum Landesfinale begleitet. Hin und wieder müssen die Turnerinnen getröstet werden, wenn sie beispielsweise vom Schwebebalken fallen. „Alles in allem zeigen die Teilnehmer aber ein sehr anspruchsvolles Niveau“, so Polanski, die sich über den ersten Platz ihrer Turnerin Annika Mundt freut.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?