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Präsentation in Köln: Boris Becker und das Blackberry

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Boris Becker bei der Blackberry-Präsentation. Foto: Goyert
Der kriselnde Smartphone-Spezialist Blackberry will seine neuen Geräte verstärkt als mobile Computer vermarkten. Bei der Vorstellung des neuen Betriebssystems Blackberry 10 in der Kölner Vulkanhalle war auch Boris Becker zugegen.
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Der kriselnde Smartphone-Spezialist Blackberry will seine neuen Geräte verstärkt als mobile Computer vermarkten und so die Wende schaffen. Konzernchef Thorsten Heins sagte am Donnerstag in der Vulkanhalle in Köln-Ehrenfeld, er selbst habe im Büro bereits auf sein Notebook verzichtet und stattdessen nur noch das neue Blackberry-Smartphone Z10 und das Tablet Playbook benutzt. „Es war sehr befreiend.“

Das neue Betriebssystem Blackberry 10 und die entsprechenden Geräte gelten für viele Marktexperten als die letzte Chance des Unternehmens. Blackberry gehörte einst zu den Wegbereitern im Smartphone-Markt, verlor aber den Anschluss an die Google-Software Android und Apples iPhones. Ende 2012 lag der Anteil am Smartphone-Markt nach Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner bei nur noch 3,5 Prozent nach 8,8 Prozent ein Jahr zuvor - und das bei einem Smartphone-Markt, der insgesamt boomte.

Soziale Netzwerke fest integriert

Das prominente Gesicht bei der Vorstellung des neuen Betriebssystems war Boris Becker, der sich mit Mobiltelefonen bestens auskennt. In sein Smartphone tippte er vor einigen Wochen über das soziale Netzwerk Twitter, dass seine Ex-Frau Barbara Becker doch bitte wieder ihren Mädchennamen Feltus annehmen möge. Oder er zwitschert über denselben Internet-Dienst, dass er ein „grosser Bewunderer von Angela Merkel“ sei, nachdem die EU den Friedensnobelpreis erhielt. In der Vulkanhalle präsentierte Becker am Donnerstagabend mit Blackberry 10 eine Plattform, mit der er möglicherweise noch schneller Tweets dieser Güte posten kann. In die neue Software sind soziale Netzwerke wie Facebook oder eben Twitter fest integriert.

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Der aus Deutschland stammende Heins ging auf die Zweifel ein, dass Blackberry noch einmal aus der Krise herausfindet. „Als ich Chef wurde, hat man mir vorhergesagt, dass wir gar nicht erst soweit kommen würden, das neue System vorzustellen.“ Jetzt sei Blackberry aber ein schuldenfreies Unternehmen mit Reserven von drei Milliarden Dollar. „Das ist mehr als genug, um unsere Vision des mobilen Computing zu verwirklichen und die Märkte zurückzuerobern“, zeigte sich Heins überzeugt. Er musste nach hohen Verlusten mit einem harten Sparkurs durchgreifen. (og,dpa)

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