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Prozess: Schlafendes Ehepaar brutal überfallen

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Symbolbild Foto: iStock
Vor dem Kölner Landgericht wird derzeit der brutale Überfall auf ein Ehrenfelder Ehepaar verhandelt, das von einer Einbrecherbande im Schlaf überfallen und ausgeraubt wurde. Der Angeklagte wurde erst jetzt an Deutschland ausgeliefert.  Von
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Die beiden Opfer leiden immer noch schwer, obwohl die Tat eineinhalb Jahre zurückliegt, die Täter gefasst und fast alle zu Haftstrafen verurteilt worden sind.

Am Montag begann vor dem Landgericht ein weiterer Prozess um den brutalen Raubüberfall, der das alte Ehepaar aus Ehrenfeld tief verängstigt hat. Angeklagt ist diesmal Marian T., 29 Jahre alt; im November 2012 wurde er von Rumänien nach Deutschland ausgeliefert.

Todesängste ausgestanden

Nach einem Rechtsgespräch wurde ein Anklagepunkt fallengegelassen; dafür gestand Marian T. die beiden anderen Taten, die ihm zur Last gelegt werden. Hauptvorwurf ist, dass er dabei war, als eine Einbrecherbande in der Nacht zum 5. September 2011 in der Vogel-sanger Straße in die Wohnung von Eheleuten eindrang, die schlafend im Bett lagen.

Zwei Wochen zuvor hatte ein Bandenmitglied dort unter einem Vorwand geklingelt, um herauszufinden, ob etwas zu holen sei. Weil der 78-Jährige, der ihm geöffnet hatte, Uhr, Ringe und ein Armband aus Gold trug, wurden er und seine Frau zu Opfern.

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Zwei Täter standen Schmiere, andere hebelten die Balkontür auf und gelangten durch die Küche ins Schlafzimmer. Ein Täter hielt der 75 Jahre alten Frau mit der Hand den Mund zu; sie wachte auf, und er forderte Bargeld, bevor er ihr ein Tuch aufs Gesicht legte. Gewalttätiger ging ein Komplize vor: Er drückte dem schlafenden Ehemann ein Kissen aufs Gesicht, schlug ihm dann auf den Kopf und nahm ihm mit dem Kissen wieder den Atem. Der 78-Jährige stand Todesängste aus.

An Händen und Füßen gefesselt

Schließlich fesselten die Täter das Ehepaar an Händen und Füßen und durchsuchten die Wohnung nach Schmuck und Geld. Einer riss dem Mann die Kette vom Hals, zog ihm drei Ringe vom Finger und nahm ihm das Goldarmband ab. Insgesamt erbeuteten die Räuber Schmuck im Wert von 19 000 Euro, dazu 3000 Euro in bar. Außer dem psychischen Schock erlitten die Eheleute körperliche Verletzungen.

Als Spätfolge bildete sich bei dem 78-Jährigen ein Hirnödem, so dass er notoperiert werden musste.
Marian T. gab ebenfalls zu, in der Nacht zum 30. August 2011 am Einbruch in eine Wohnung im Feldblumenweg in Porz beteiligt gewesen zu sein.

Von den vier Tätern stand einer Schmiere, während die anderen mehrere Playstation-Spiele, Blu-ray-Filme und Schmuck im Wert von 5000 Euro an sich brachten. Der Prozess vor der 10. Großen Strafkammer wird am Mittwoch fortgesetzt.

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