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Randalierende Eltern: Wachschutz im Jugendamt

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Wachschutz für das Jugendamt: In Köln wird teilweise mit harten Bandagen um Kita-Plätze gekämpft. Foto: dpa
Kampf um einen Kita-Platz: Das Kölner Jugendamt ist zeitweise vom städtischen Wachdienst geschützt worden, nachdem es dort zu Zwischenfällen mit enttäuschten Vätern gekommen war. Mit weiteren Attacken sei zu rechnen.  Von
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Nach Randale und unangenehmen Zwischenfällen im Jugendamt hat die Stadt zeitweise ihren Wachdienst in die Flure der Büros geschickt, wo die Kita-Anmeldungen angenommen werden. Einen zusätzlichen Sicherheitsdienst habe man jedoch nicht einsetzen müssen. Dieser Eindruck war am Sonntag bei der Sendung "Günther Jauch" in der ARD entstanden. Dort hatten unter anderem Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder über die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Unter-Dreijährige diskutiert.

Man habe mit „dem ein oder anderen Vater zutun gehabt, der etwas Randale gemacht hat“, bestätigt Jugendamtsleiterin Carolin Krause. Zur Zeit sei es ruhig. Man müsse aber damit rechnen, dass es wieder zu einer angespannten Situation kommen könne, wenn im April die Zusagen und Ablehnungen für das kommende Kindergartenjahr verschickt würden.

Im Sommer soll es nach eigenen Angaben der Stadt zusammen mit den freien Kita-Trägern und Tagesmüttern für 38 Prozent der Unter-Dreijährigen einen Betreuungsplatz geben. Krause ist zuversichtlich, jedem Suchenden auch etwas anbieten zu können.

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Unter Experten ist umstritten, wie viele Betreuungsplätze tatsächlich nötig sind, um den Rechtsanspruch zu erfüllen. Mancher glaubt, dass auch die Kölner Quote, die im Vergleich zu anderen Städten recht hoch ist, nicht ausreichen wird. Bei den Über-Dreijährigen, bei denen der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz  seit 1996 gilt, liegt die Versorgungsquote fast bei 100 Prozent. Nahezu alle Kinder gehen zwei bis drei Jahre vor ihrer Einschulung in eine Kita.  

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