27.09.2016
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Rechter Protest in Köln: Ermittlungen wegen Volksverhetzung und „Sieg Heil“-Ruf bei Pro-NRW-Demo

Pro-NRW-Demonstranten bei ihrem Protestzug durch die Kölner Innenstadt.

Pro-NRW-Demonstranten bei ihrem Protestzug durch die Kölner Innenstadt.

Foto:

Arton Krasniqi

Köln -

Unter dem Motto „Freiheit statt Islam“ hatte Pro NRW am Sonntagnachmittag zu der Kundgebung und dem Demonstrationszug in der Kölner Innenstadt aufgerufen. Etwa 100 Sympathisanten der Organisation waren zum Breslauer Platz gekommen. Vor dem Hauptbahnhof blieb es laut Polizei friedlich.

Auf eine Rednerin von Pro NRW kommt aber noch Ärger mit der Justiz zu. Wegen ihrer Rede bei der Auftaktkundgebung wurde eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Beleidigung gegen sie gefertigt. Sie liegt der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vor.

Gegen einen Teilnehmer der Versammlung der Demonstration ist wegen eines „Sieg Heil“-Rufes ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Zwischen 200 und 400 Gegendemonstranten

Den Rechten stellten sich nach Angaben der Polizei etwa 350 Gegendemonstranten entgegen. Das Bündnis „Köln gegen Rechts“ hatte dazu aufgerufen. Ein Großteil hatte sich ab 13 Uhr ebenfalls auf dem Breslauer Platz versammelt. Auch bei Mahnwachen an der Machabäerstraße, Greesberger Straße, an der Bastei und in der Kunibertsgasse kamen Gegner zusammen.

Nach einer Kundgebung zogen die Pro-NRW-Demonstranten mit einem Protestzug durch die Innenstadt - begleitet vom lautstarken Protest Gegendemonstranten.

Ungefähr 50 Gegendemonstranten versuchten eine Sperrung entlang des Aufzugsweges zu durchbrechen. Durch Einsatzkräfte wurde dies verhindert und drei Personen in Gewahrsam genommen. (ksta)