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Rechtsstreit: Vergleichsvorschlag im Fall Novakovic

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Spieler Milivoje Novakovic (Archivbild) Foto: picture alliance / augenklick/fi
Der 1. FC Köln und die Primesports International AG haben zwei Wochen Zeit, darüber nachzudenken, ob sie sich in ihrem Streit gütlich einigen wollen. Es geht um eine Honorarverinbarung aus dem Lizenzspielervertrag von Milivoje Novakovic.  Von
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Kann der Streit um FC-Spieler Milivoje Novakovic und 120.000 Euro Provision noch gütlich beigelegt werden? Zwei Wochen Zeit haben die gegnerischen Parteien, darüber nachzudenken. Das hat das Kölner Landgericht festgesetzt. Die Konkurrenten des Rechtsstreits sind der Kölner Fußballverein auf der einen Seite und auf der anderen die Primesports International AG, die Spieler vermittelt. In Saal 237 des Justizzentrums an der Luxemburger Straße erschienen jedoch nur jeweils zwei Rechtsanwälte für die Parteien.

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Im Kern geht es um die Frage, ob die Honorarvereinbarung aus dem Lizenzspielervertrag mit Novakovic, den der 1. FC Köln im Jahr 2011 verlängert hat, weiter uneingeschränkt gültig ist, obwohl der Verein den Slowenen im vorigen Sommer an den japanischen Club Omiya Ardiya ausgeliehen hat. Der FC wollte deshalb für die gerade ausgelaufene Saison die 120.000 Euro nicht zahlen.

Doch Richter Stefan Singbartl, Vorsitzender der 21. Zivilkammer, machte deutlich, dass das Gericht die Bestimmung aus dem Kontrakt, der wie ein Arbeitsvertrag anzusehen sei, für bindend hält. Eine Aussetzungsvereinbarung gebe es nicht. Nur wenn Novakovic den Klub verlassen und definitiv bei Omiya Ardiya spielen würde, wäre keine Provision mehr fällig. Allerdings räumte Singbartl ein, bei der Deutschen Fußball-Liga seien die Bestimmungen zu Transfers und Spielerausleihen „etwas unglücklich“ geregelt, so dass eine Unwägbarkeit bleibe. Wegen des Risikos, dass bei einem Urteil eine höhere juristische Instanz anders entscheiden könnte, schlug die Kammer für den Fall einer außergerichtlichen Einigung einen Abschlag vor: Dem FC sollten 25 Prozent des strittigen Betrags, also 30.000 Euro, erlassen werden. Der Vergleich würde nicht für die nächste Saison gelten. Würde Novakovic nach Köln zurückkehren, stünden Primesports die vollen 120.000 Euro zu.

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