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Risse: Neue Schäden an Leverkusener Brücke

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Die Leverkusener Rheinbrücke.  Foto: stefan worring
Kontrolleure haben an der Leverkusener Brücke neue Risse sowie aufgeplatzte Schweißnähte entdeckt, von denen selbst die Experten von Straßen NRW völlig überrascht wurden. Die Sicherheit der Brücke ist jedoch nicht gefährdet.  Von
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Köln/ Leverkusen

Diese Brücke ist immer für eine Überraschung gut: An der Leverkusener Autobahnbrücke sind neue Schäden entdeckt worden, die selbst die Experten vom Landesbetrieb Straßen NRW vor Rätsel stellen. "Wir haben aufgeplatzte Schweißnähte gefunden, die nicht erklärbar sind", erklärte Jürgen Hermanns, Abteilungsleiter bei der Niederlassung Rhein-Berg. Offenbar seien bereits bei der Montage der Brücke Fehler gemacht worden. "Das ist für eine neue Erkenntnis." Seine Vermutung: Beim Bau seien Bleche eingeschweißt, dann wieder herausgenommen und an anderer Stelle wieder montiert worden.

Die Schäden wurden rein zufällig bei den regelmäßigen Kontrollen entdeckt. Bislang seien drei bis vier solcher Nähte gefunden geworden, wie viele es noch werden können ist völlig offen. "Man muss schon den Dreck und die Farbe vom Stahl kratzen, um sie zu finden," so Hermanns. "Wir lernen die Brücke halt erst jetzt langsam richtig kennen." Auswirkungen auf den Verkehr werden die Schäden jedoch nicht haben. Die Brücke sei sicher, der Schwerlastverkehr könne wie bisher rollen.

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Allerdings sind in der vergangenen Woche auch an zwei Stellen neue Risse im Stahl aufgetaucht, was die Straßenbauer wiederum weniger überrascht hat. Der verbaute Stahl entsprach zwar den damaligen Richtlinien, enthielt aber einen zu hohen Kohlenstoffanteil. Das mache den Stahl spröde, so dass er bei Schwingungen schneller reiße, so Hermanns. Sechs Kontrolleure, drei bis vier Materialprüfer und acht Schweißer sind nach Angaben des Landesbetriebs ständig in der Brücke, um Schäden zu orten zu zu reparieren. Die Brückenbauer haben in den letzten drei Monaten rund 30 große und etwa 350 mittelgroße Schäden an dem vielbefahrenen Bauwerk behoben.

Dritte Spur erst nach den Ferien

Die für das Wochenende geplante Einrichtung einer zusätzlichen dritten, verengten Spur pro Fahrtrichtung muss verschoben werden - was nach Angaben von Straßen NRW nicht mit den neuen Schäden zusammenhängt. Vielmehr sei es zu kalt, um die notwendigen Markierungen auf der Fahrbahn anzubringen. "Die Farbe friert uns ein, bevor sie aufgebracht ist", so Hermanns. Die Folge: Die Arbeiten müssen bis nach den Osterferien verschoben werden. Die dafür notwendige Beschränkung auf eine Spur sei während der Ferien nicht machbar.

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