25.07.2016
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Bürger-Protest: Demo gegen Durchgangsverkehr

„Stoppt die Lärm-Krach-Welle“ – das war auf dem Transparent der protestierenden Meschenicher zu lesen. Sie blockierten mit eine

„Stoppt die Lärm-Krach-Welle“ – das war auf dem Transparent der protestierenden Meschenicher zu lesen. Sie blockierten mit einem Demonstrationszug für etwa eine Stunde den Verkehr.

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Philipp Haaser

Meschenich -

Anwohner und Passanten waren sich einig. So ruhig war es nachmittags auf der Brühler Landstraße seit langem nicht mehr. Wo sonst Lkw durch die Ortschaft donnern, formierte sich ein Protestzug der Anwohner und setzte sich gegen 16.30 Uhr in Bewegung. Autofahrer und der Brummi-Verkehr wurden in dieser Zeit um Meschenich herumgeleitet. Messungen aus dem vergangenen Jahr hatten ergeben, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxid an der Brühler Landstraße in mehreren Monaten überschritten wurden. Anwohner klagen außerdem über den lärmenden Lkw-Verkehr, der von der Autobahn in Richtung Eifeltor und zurück unterwegs ist. Auf Transparenten und Plakaten machten die Bürger ihrem Unmut darüber Luft.

Sehr zufrieden zeigte sich Ingo Brambach vom Verein „Aktiv für Meschenich“. Etwa 500 Teilnehmer zählten er und seine Mitstreiter. Zusammen mit der Bürger- und Vereinsgemeinschaft Meschenich hatte er die Demonstration organisiert. „Wir haben beim Thema Straßenprostitution erlebt, dass sich nur etwas ändert, wenn wir deutliche Zeichen setzen“, sagte Brambach. Er richtete seinen Appell, endlich etwas gegen die Lärm- und Schadstoffbelastung zu unternehmen, an Politiker und Verwaltungsstellen aller Ebenen, von der Bezirksvertretung Rodenkirchen bis zur Bezirksregierung Köln.

Nächtliches Tempolimit beschlossen

Die Bezirksvertretung Rodenkirchen beschloss in ihrer November-Sitzung ein nächtliches Tempolimit für diesen Abschnitt der Brühler Landstraße. Den Anwohnern und der CDU-Fraktion ging das jedoch nicht weit genug. Sie fordern ein Lkw-Durchfahrtsverbot. Einen entsprechenden Beschluss des Stadtteilparlamentes hatte die Bezirksregierung Köln vor einigen Jahren gekippt.

Anfang Dezember unternimmt die CDU einen erneuten Vorstoß im Verkehrsausschuss des Rates, ein entsprechender Tagesordnungspunkt ist geplant. Und offenbar gibt es Signale von Seiten der Bezirksregierung, dass bei Einigkeit aller Beteiligten die Chancen für ein Lkw-Verbot nun besser stehen als beim vorigen Versuch.