24.07.2016
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Kommentar: Alle stehen mit leeren Händen da

Wohnen oder lernen? Bei dieser Frage liegen die Positionen von Stadtentwicklungsamt und Schulverwaltung in Bezug auf das Großmarktgelände auseinander. Im Ratsbeschluss zur Nutzung des Areals ab 2020 ist eine weiterführende Schule dort fest vorgesehen – auf der Dombrauerei-Brache. Das Schuldezernat wünscht sich eine weitere Schule auf dem Gelände, das Stadtentwicklungsamt bevorzugt stattdessen Wohnhäuser. Dieser Konflikt wird im Beschluss ausdrücklich angesprochen, nach alternativen Standorten soll gesucht werden, heißt es dort. Davon ist bislang nicht viel zu sehen.

Dabei drängt die Zeit, nicht nur weil die Nachfrage nach Gymnasialplätzen im Bezirk Rodenkirchen groß ist und weiter steigt. Auch der erste Schulstandort ist alles andere als sicher. Das Land überlegt nach wie vor, hier ein neues Justizzentrum zu errichten. Sollte sich die Landesregierung dagegen entscheiden, wird das Grundstück auf dem freien Markt angeboten. Ob sich die Stadt das wird leisten können, ist zu bezweifeln. Es könnte also sein, dass am Ende alle mit leeren Händen dastehen – auch Eltern und Schüler.