28.07.2016
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Sürther Feld: Bürgerpark ohne städtisches Geld

Ein Arbeiter bei der Aufstellung des Kaninchenzauns, der den 700 Sträuchern und 80 Bäumen, die gepflanzt werden, ein ungestörte

Ein Arbeiter bei der Aufstellung des Kaninchenzauns, der den 700 Sträuchern und 80 Bäumen, die gepflanzt werden, ein ungestörtes Wachstum ermöglichen soll.

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Süsser

Rodenkirchen -

Von einem „wachsenden Park“ spricht Joachim Bauer. Der stellvertretende Grünflächen-Chef der Stadt meint damit, dass der geplante, insgesamt 30 Hektar große Bürgerpark im Osten des Sürther Feldes nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt entwickelt wird. Vor kurzem haben die Arbeiten für den ersten Teil begonnen. Entlang der Hammerschmidtstraße werden rund 700 heimische Sträucher und ungefähr 80 Bäume gesetzt.

Damit die Büsche ungestört anwachsen können, werden sie mit einem Kaninchenzaun vorerst geschützt. Ein Schotterweg wird gebaut, der von Norden nach Süden quer durch den geplanten Park führt. Entlang dieses Weges werden die Bäume gepflanzt – eine Allee soll einmal entstehen. Auch eine Wiese wird angelegt, der vorhandene Acker bleibt erhalten. Der Landwirt bestellt ihn neu.

Der komplette künftige Bürgerpark liegt in einer Senke eines ehemaligen Rheinarmes zwischen Hammerschmidtstraße im Osten und der Straße „Am Feldrain“ im Süden. Er grenzt an das nördlich gelegene Musikerviertel an sowie an das Neubaugebiet im Westen, das derzeit entsteht. Eigentlich ist der Bürgerpark eine landschaftsrechtlich geforderte Ausgleichsfläche, die quasi als Entschädigung für den Verlust von Grünflächen durch die neue Wohnbebauung angelegt wird. Das Sürther Feld wurde bislang landwirtschaftlich genutzt.

Naturbelassener Charakter

Von den Hauseigentümern des fast fertigen ersten Wohnbauabschnitts im Nordwesten habe die Stadt sogenannte Ausgleichszahlungen eingefordert. Mit diesem Geld wird nun der erste Abschnitt des Bürgerparks hergerichtet. „Wir fassen kein städtisches Geld an“, betont Joachim Bauer. Deshalb soll der zweite Teil des Parks erst dann gebaut werden, wenn der zweite Wohnbauabschnitt fertig ist und wenn erneut Ausgleichszahlungen in die städtische Kasse fließen – Schritt für Schritt also.

Der Charakter des Bürgerparks soll weitgehend naturbelassen sein. Es entstehen keine Spielplätze, diese werden innerhalb der Wohnbebauung angelegt. Im Gespräch war vor ein paar Jahren ein Bolzplatz, darüber gebe es noch keine endgültige Entscheidung, sagt Joachim Bauer. Möglicherweise werden einmal Bänke aufgestellt, das sei aber noch Zukunftsmusik.