Köln
Nachrichten aus Köln und den Stadtteilen

Vorlesen
0 Kommentare

Satirischer Wochenrückblick: Die sieben Plagen von Köln

Erstellt
Hochwasser in Köln. Noch bleibt die Lage aber entspannt. Foto: dpa
Der prophezeite Weltuntergang ist ausgeblieben. Oder haben wir die Vorzeichen bei all dem Kölner Chaos schlichtweg übersehen? Haben wir uns womöglich daran gewöhnt? An die Baustellenplage? Die KVB? Die FC-Heimspiele? Das Hochwasser?  Von
Drucken per Mail
Köln

Wo das Ende der Welt nun ausgeblieben ist, scheint es an der Zeit, sich ein paar Dingen zu widmen, die man im Fall der Apokalypse gern sich selbst überlassen hätte. So ein zünftiger Weltuntergang wäre hier und da gewiss mit Applaus begrüßt worden.

Vor allem in Köln, wo ja schon der örtliche Zweitligist im Zweiwochentakt die pure Lust am Untergang zelebriert. 30 Millionen Euro Schulden verlieren angesichts des bevorstehenden Endes doch ein bisschen ihren Schrecken. Das Sprachbild der „explodierenden Schulden“ hätte jedenfalls endlich und endgültig einen Sinn ergeben.

Auf ausbleibenden Weltuntergang folgt Plan B

Auch Stadtkämmerin Gabriele Klug wäre im Fall des Untergangs einige Sorgen losgewesen. Zum Beispiel das Haushaltsdefizit von 317 Millionen Euro.
In Ermangelung eines Weltuntergangs muss also ein Plan B her. Die Deutsche Bahn hat bereits offenbart, wie sie die maroden Bahnbrücken der Stadt renovieren will. Und sogar die Leverkusener Autobahnbrücke wird wohl eines Tages neu gebaut sein. Ob sie so lange hält, um eines schönen jüngsten Tages in den der Vorsehung entsprechend blutrot gefärbten Rhein zu stürzen, was ja eine ziemliche Schau wäre, bleibt abzuwarten.

Mehr dazu

Überhaupt drohte die Welt am 21. Dezember ohne die allseits erwarteten Vorzeichen unterzugehen. Oder haben wir die sieben Plagen schlicht übersehen? Haben wir uns womöglich daran gewöhnt? An die ewige Baustellenplage? Die KVB? Die FC-Heimspiele? Oder gar die Bimmelbahn?

Alle Vorbereitungsmaßnahmen umsonst

Ernsthaft hat sich im Vorweihnachtstrubel der vergangenen Woche jedenfalls kaum jemand mit dem vermeintlich bevorstehenden letzten aller Tage befassen wollen. Lebensrettende Vorbereitungsmaßnahmen hätten ja ohnehin nichts genützt. Denn so ein richtiger Weltuntergang hätte eben nicht nur das Ende von Schuldenfalle, Bimmelbahn und Zweitliga-Demütigungen bedeutet, sondern auch Bunker, Raumschiffe und sonstige Verstecke pulverisiert. Was hilft schon eine Rettungskapsel, wenn die Welt untergeht, auf der sie steht?

So ein fulminantes Weltenende – das hätte man groß aufziehen müssen, zumal in Köln. Mit Tribünen, fliegenden Fahnen – als gäbe es kein Morgen. Wie eine Mischung aus Kölner Lichtern und Rosenmontagszug. Moderiert von Wicky Junggeburth: „Und da kommen sie auch schon, unter dem Jubel der Jecken, die vier Jungs der KG Apokalyptische Reiter. Ein härrlisches Bild.“

KVB Fahrplan
Start
Ziel
Datum
Zeit
 
Blicke in die Zukunft Kölns
Serie
Visionen für Köln

Mit der Serie „Köln 2020“ wagt der „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen Blick in die Zukunft der Stadt.

Videos
Unsere Sonderveröffentlichungen
FACEBOOK
Blog
Digitale Themen
Das Logo von Rheinklick

Mini-Coding-Schulungen, Analysen oder Veranstaltungen, hier geht es um Themen rund um die digitale (Kölner) Szene.

Weitere Serien
Kleinanzeigen
ipad
Tablet-Ausgabe

Jetzt noch lokaler und umfangreicher: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ für das Tablet lädt zur Erlebnisreise durch die Themen des Tages ein. Jetzt 20 Tage lang gratis testen!