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Selbstversuch: Die Fahrt zur Arbeit ist gefährlich

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Gefahren für Radfahrer lauern im Berufsverkehr an vielen Ecken.  Foto: Stefan Worring
Der morgendliche Weg zur Arbeit lässt sich mit per Straßenbahn meist schneller und stressfreier bewältigen als mit dem Auto. Die Fahrt mit dem Fahrrad ist besonders schön - aber auch kniffelig und manchmal richtig gefährlich.  Von 
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In der Regel fahre ich mit der Linie 13 zum Verlag, von der Station Gleueler Straße/Gürtel bis zur Amsterdamer Straße dauert das 20 Minuten, die ich mit der Zeitung verbringen kann. Im Auto dauert die Fahrt länger, und man kann nichts tun als sich über den Verkehr zu ärgern und ein bisschen Radio zu hören. Wenn es in Köln aber mal nicht zu kalt, nicht zu heiß und nicht zu nass ist, fahre ich mit dem Rad. Einem Koga-Miyata-Stahlrenner aus den Achtzigern, hübsch hergerichtet mit nur einem Gang. Ein schnelles Rad – an dem nichts klappert. Ich mag mein Rad und die frische Luft am Morgen.

Schwierige Verkehrsteilnehmer

In der Regel fahre ich über die Dürener Straße, wo die Sicht auf den Radweg durch geparkte Autos verstellt wird und jede Einmündung Zweifel im Radler weckt: Sieht mich wohl der abbiegende Autofahrer? Ich versuche dann, durch den Außenspiegel dem Menschen am Lenkrad in die Augen zu sehen, aber das klappt nicht immer. Der Belag jedenfalls ist perfekt auf der Dürener, man könnte richtig Tempo machen. Doch von rechts laufen ständig Menschen aus den Geschäften auf den Radweg, von links springen Beifahrer aus den Autos. Das gibt immer wieder spannende Momente. Spektakulär überhaupt, wie viele Menschen in die eine Richtung blicken und in die andere gehen. Fußgänger auf dem Radweg sind ein großes Problem. Auch andere Radfahrer sind mitunter schwierig – immer wieder überrascht mich Gegenverkehr, den es eigentlich nicht geben darf.

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Entlang der Inneren Kanalstraße wird es gemütlich. Der Radweg führt durchs Grün, wo er Straßen überquert, ist die Sicht bestens. Die Bergab-Rechtskurve am Gleisdreieck, dort liegt jede Menge Splitt auf der Straße. Hier könnte ich rollen lassen – und dabei böse aus der Kurve rutschen.

In der Gegenrichtung habe ich auf der Amsterdamer Straße vor allem mit Autos zu tun, allerdings nicht mit jenen, die mich beim Abbiegen übersehen, sondern mit auf dem Radweg geparkten Wagen. Knifflig wird es an der Ecke Innere Kanalstraße/Venloer Straße, wo die Kreuzung noch immer nicht fertig ist und sich Fußgänger und Radfahrer derzeit den Bürgersteig teilen – gut vor den Augen der Autofahrer versteckt hinter rot-weißen Barken. Ein Mietwagenfahrer hätte mich dann auch voll auf dem Zebrastreifen erwischt, hätte ich keine Vollbremsung vollführt. Sich die Vorfahrt selbstbewusst zu nehmen, ist aus Radlersicht vielleicht wirklich keine gute Idee.

Selbstversuch: Mit dem Fahrrad quer durch Köln
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