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Silvester im Kreißsaal: Eine Stunde jünger als das neue Jahr

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Geboren am Neujahrstag: Anna mit ihren Eltern Alexandra und Jörg Bloy im Krankenhaus Hohenlind Foto: Stefan Worring
Als das Jahr eine Stunde alt war, kam Anna Bloy auf die Welt. Ihre Mutter konnte die Raketen des Silvesterfeuerwerk vom Fenster des Kreißsaals aus bewundern. Anna ist eines der ersten Babys, die 2013 in Köln auf die Welt gekommen sind.  Von
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Kaiserschnitt? Der kam für Alexandra Bloy nicht infrage. Die Saugglocke ansetzen? Auch das lehnte sie ab. „Ich wollte es auch so schaffen und alles geben“, sagte die 38-Jährige am Nachmittag des Neujahrstags. In der Nacht zuvor, kurz nach ein Uhr, war sie von ihrer Tochter Anna entbunden worden. Es ist eines der ersten Babys, die 2013 in Köln geboren worden sind. Das Mädchen ist 51 Zentimeter groß, wog bei der Geburt 3450 Gramm – und ist „eigentlich ganz ruhig“, wie Vater Jörg sagte. Nicht nur er stand am Bett seiner Frau im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Hohenlind, sondern auch seine Schwester Angelika Umbehaue und deren Tochter Daniela.

Für den 45-jährigen Vater aus Riehl ist es das zweite Kind, denn aus einer früheren Verbindung hat er einen 16-jährigen Sohn. Die Reaktionen anderer Männer darauf, dass er in seinem Alter wieder Vater werden würde, seien schroff gegensätzlich gewesen, erzählte er. Während die einen verständnislos geäußert hätten: „Wie kannst du dir das antun?“, hätten die anderen neidvoll bemerkt, sie würden gerne ebenfalls ein weiteres Kind haben. Jedenfalls freut sich der Zollbeamte über die Geburt, auch deshalb, weil er nach einem Sohn nun auch eine Tochter hat.

Etwa neun Stunden dauerten die Wehen. Alexandra Bloy konnte sogar noch das Silvesterfeuerwerk über Köln sehen; dafür wurde im Kreißsaal eigens ein Fenster aufgemacht. Von den Geburtsschmerzen wurde sie nicht vom Spektakel am Himmel abgelenkt, denn sie hatte eine Betäubung (Periduralanästhesie) bekommen. Um 1.05 Uhr kam Anna auf die Welt.

Vier Tage wird Alexandra Bloy in der Klinik bleiben. Dann kehrt die kaufmännische Angestellte mit „meinem ersten und letzten Kind“ zurück nach Riehl. Vater Jörg hat sich vier Wochen Urlaub genommen, um die ersten Lebenswochen seiner Tochter intensiv mitzuerleben und seine Frau im Haushalt zu entlasten.

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