24.08.2016
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Sexuelle Übergriffe am Hauptbahnhof: So will Köln jetzt gegen die Täter der Silvesternacht vorgehen

Ein Polizeiwagen am Kölner Hauptbahnhof.

Ein Polizeiwagen am Kölner Hauptbahnhof.

Foto:

Arton Krasniqi

Ermittlungsgruppe

Zehn Polizeibeamte bilden die Ermittlungsgruppe „Neujahr“, die mit der Aufklärung der Taten in und um den Kölner Hauptbahnhof beschäftigt ist. Mittlerweile sind 90 Anzeigen bei der Polizei eingegangen, es gibt mindestens 80 Geschädigte.

Bisher wurden fünf Täter gefasst, keinem von ihnen kann aber eine Beteiligung an den Übergriffen nachgewiesen werden. Zwei sind wegen Diebstahlsdelikten in der Neujahrsnacht in Haft.

Krisentreffen

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen und den Raubüberfällen am Hauptbahnhof ein Krisentreffen für Dienstag anberaumt.

Die Vorfälle seien „ungeheuerlich“, sagte Reker. Es könne nicht sein, dass Köln-Besucher Angst haben müssten, überfallen zu werden. „Wir können nicht tolerieren, dass hier ein rechtsfreier Raum entsteht“, so Reker.

Bei dem Treffen werden Polizeipräsident Wolfgang Albers, der leitende Polizeidirektor, ein Vertreter der Bundespolizei, der Kölner Stadtdirektor Guido Kahlen und der Leiter des städtischen Ordnungsamts teilnehmen.

Mehr Polizeipräsenz

Die Polizei werde nach den Ereignissen „zur Abschreckung“ mehr Präsenz rund um den Kölner Hauptbahnhof zeigen, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Kölner Behörde werde nun „konsequent“ aufklären. Es sollen neue Konzepte erarbeitet werden, um solchen Vorfällen vorzubeugen – vor allem im Hinblick auf die Karnevalszeit.

Lesen Sie im nächsten Abschnitt: Weitere Maßnahmen von Polizei und Politik.

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