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Solarenergie: Neue Räume für Luft- und Raumfahrt

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Wissenschaftsministerin Svenja Schulze lässt sich von Professor Heinz Voggenreiter den widerstandsfähigen Keramik-Werkstoff zeigen.  Foto: Roland Schriefer
Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist ein neues Forschungsgebäude eröffnet worden. Hier wird an der Entwicklung von Speichern gearbeitet, um etwa den Betrieb eines Solarkraftwerkes bei Tag und Nacht zu ermöglichen. Ein Meilenstein für die Energieforschung.  Von
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Die Ministerin durfte zum Hammer greifen. „Es kommt selten vor, dass ich aufgefordert werde, etwas kaputt zu machen“, tat Svenja Schulze lachend kund. Das sollte ihr allerdings auch nicht gelingen. Der Werkstoff, auf den sie einschlug, hält weit stärkeren Zerstörungsversuchen stand. Immerhin haben Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) viel Zeit und Wissen investiert, um das widerstandsfähige Material zu erstellen, das in einem Solarkraftwerk zum Einsatz kommen kann. Die Gelegenheit zum Praxistest erhielt die Wissenschaftsministerin des Landes bei der Eröffnung des Forschungsgebäudes CeraStorE (Ceramics, Storage, Energy), in dem an Speichertechnologie gearbeitet wird.

Energiespeicher-Hightech aus Köln

„Die Planung für das Gebäude ist älter als die Energiewende“, sagte Professor Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr. Die verstärkte Suche nach neuen Möglichkeiten, alternative Energien zu nutzen, hat allerdings für zusätzliche Bedeutung gesorgt. Die Speicherung von Energie und die Effizienz ihrer Nutzung spielten eine Schlüsselrolle, wenn in Zukunft der Bedarf an Strom umweltverträglicher gedeckt werden solle, ergänzte Wagner. In dem modernen Laborgebäude in Porz-Lind laufen nun viele Fäden zusammen. Die Institute für Solar- und für Werkstoff-Forschung sind hier ebenso untergebracht wie das Institut für Technische Thermodynamik. Hier wird an der Entwicklung von Speichern gearbeitet, die etwa den Betrieb eines Solarkraftwerkes bei Tag und Nacht ermöglichen.

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Vor gut drei Monaten war hier bereits eine Testanlage in Betrieb genommen worden, in der mit Kalk gearbeitet wird. Die Experten aus dem Institut für Werkstoffforschung arbeiten unterdessen daran, die – vorläufig noch nötigen – konventionellen Kraftwerke effizienter werden zu lassen und den Ausstoß an klimaschädlichem CO2 zu senken. Hier ist auch der widerstandsfähige Keramikstoff entstanden, den Ministerin Schulze mit den Hammerschlägen vergeblich zu zerstören versuchte.
„Wir sind ein Energieland“, betonte Svenja Schulze den Wert der neuen Einrichtung, die vom Land NRW mit 7,1 Millionen Euro gefördert wurde. „Was hier passiert, ist ein Meilenstein für die Energieforschung und einzigartig in Europa“, lobte sie weiter.

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