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SPD-Empfang: Jubiläum in der Wiege der Bewegung

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Jubiläumsfeier: Jochen Ott, Jürgen Roters, Ex-Ministerin Anke Brunn, Minister Norbert Walter-Borjans und Gerhard Brunn (v. l.) Foto: Peter Rakoczy
Die Kölner SPD hat das 150-jährige Jubiläum der Partei gefeiert. Beim Festakt im Rathaus forderte Oberbürgermeister Roters mehr Bürgerbeteiligung und verstärkte Auseinandersetzung mit dem Erstarken des Rechtsextremismus.  Von
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Köln sei die „Wiege der Arbeiterbewegung“ hat August Bebel einst über seine Heimatstadt gesagt – die Aussage ist zum Lieblingszitat bei Kölner Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der SPD geworden. Historiker werden den Ausspruch des Deutzer „Arbeiterkaisers“, der 1892 SPD-Vorsitzender wurde, durchaus kritisch sehen, denn meist war das Zentrum der politischen Auseinandersetzung mit der Obrigkeit woanders.

Kölner prägten die Geschichte

Historiker Gerhard Brunn erinnerte im Rathaus an einen Spruch aus der Zeit der 68er-Studentenbewegung: „Berlin brennt, Köln pennt“. Das treffe durchaus auch auf andere historische Zäsuren zu. Und doch: Viele Kölner prägten die Geschichte beim „Kampf für eine offene Gesellschaft“ und Freiheitsrechte, sagte Oberbürgermeister Jürgen Roters, der anlässlich des SPD-Jubiläums in den Hansasaal eingeladen hatte. Genau wie SPD-Chef Jochen Ott schlug er den Bogen von der langen Tradition zur den Herausforderungen der Zukunft. So ziehe sich das Thema „Aufstiegschancen für alle durch Bildung“ wie ein roter Faden durch die Parteigeschichte und bleibe eine zentrale Aufgabe. Roters forderte den Ausbau von Formen der Bürgerbeteiligung, um Politiker und Bürger näher zueinander zu bringen. Auch gelte es, sich dem Erstarken des Rechtsextremismus zu stellen. Ott plädierte für „mehr Wertschätzung für das ehrenamtliche politische Engagement“.

Grüne schwach vertreten

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren in den Hansasaal des Rathauses gekommen, wo sich der amtierende Kölner SPD-Vorstand ins Gästebuch der Stadt eintrug. Die Kölner CDU war mit Partei- und Fraktionsführung gekommen. Auffallend war die schwache Repräsentanz des grünen Koalitionspartners, die nur von Parteichefin Anne Lütkes und Landtagsabgeordneter Arnd Klocke vertreten wurden. Fraktionsmitglieder suchte man vergebens.

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