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Sportplätze in Köln: Kunstrasen für 21 Aschenplätze

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21 Aschenplätze sollen mit Kunstrasen ausgestattet werden. Foto: dpa
In den kommenden vier Jahren plant die Stadt jährlich 4,5 Millionen Euro für die Modernisierung von 21 Sportplätzen auszugeben. Trotz der angespannten Finanzlage sollen Aschenplätze mit einem Kunstrasen ausgestattet werden.  Von
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Die Stadt Köln will bis 2017 trotz der angespannten Finanzlage weitere 21 Sportplätze mit Kunstrasen ausstatten. Fünf davon sind bereits geplant und sollen 2014 fertiggestellt werden. Dadurch würde sich die Zahl der Aschenplätze von 89 auf 68 verringern. Für die Modernisierung will die Stadt in jedem Jahr 4,5 Millionen Euro in die Hand nehmen. Das Geld ist in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt enthalten. Der Sportausschuss wird in der Sitzung am heutigen Dienstag (15 Uhr, Spanischer Bau) entscheiden, welche Vereine und Schulen zu welchem Zeitpunkt mit der Modernisierung ihrer Anlage rechnen können.

„Wir haben die Prioritätenliste nach klaren Kriterien erstellt, wissen natürlich auch, dass es noch deutlich mehr Vereine gibt, die dringend eine Kunstrasenanlage benötigen“, sagt Sportamtsleiter Dieter Sanden. Zu den Auswahlkriterien zählen der bauliche Zustand der Anlage und die Zahl der Mannschaften und die Spielklasse. Weiter spielt eine Rolle, ob die Sportanlage auch von Schule und Jugendeinrichtungen genutzt und mit Kieselrot oder Schwermetallen belastet ist.

Auch wird die Zahl der bereits vorhandenen Kunstrasenplätze in dem jeweiligen Stadtbezirk berücksichtigt. Bei belasteten Sportplätzen kann die Stadt beim Land Fördergelder beantragen, die bis zu 80 Prozent der Sanierungskosten ausmachen. Pro Sportplatz rechnet die Stadt mit einer Planungs- und Bauphase von zwei Jahren. „Wir stoßen häufig auf Probleme, deshalb sind 24 Monate nur selten zu unterschreiten“, sagt Hans-Jürgen Muser, der beim Sportamt für den Umbau von Sportplätzen verantwortlich ist.

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So habe man bei der Pastor-Wolff-Straße in Niehl vor dem Umbau erst ein Gutachten zum Rhein-Hochwasser einholen müssen. Das habe ergeben, dass die gesamte Anlage angehoben werden muss. „Das zieht ein neues Lärmschutzgutachten nach sich“, sagt Muser. Man sei bestrebt, vier der fünf bereits geplanten Anlagen auch im Jahr 2014 zu bauen. Beim Bau von Kunstrasenplätzen sei man aber extrem vom Wetter abhängig. „Sobald es regnet, können wir die Anlage nicht mit Granulat und Quarzsand auffüllen, weil das Material sonst verklumpt.“

Mehr als vier oder fünf Sportplätze pro Jahr lassen sich Angaben von Muser bei dem finanziellen Rahmen und der Anzahl der Mitarbeiter, die sich im Sportamt mit der Vorplanung befassen, gar nicht umsetzen. „Wir haben dafür zwei Mitarbeiter. Eine der Stellen ist bis 2015 befristet.“ Bei den Tennenplätzen habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt, „dass sie die immer öfter auftretenden Starkregen nicht verkraften“.

Fahrplan zur Sportplatz-Sanierung

Bis 2017 sollen 21 Sportplätze Kunstrasen erhalten. 2014 sollen vier Plätze fertig werden: Pastor-Wolff-Straße (Ford Niehl), Eythstraße (SC Borussia Kalk), In der Gracht (VfL Rheingold Poll), Merianstraße (Schulen, mehrere Vereine). Die Anlage Kapellenstr./Husarenstr. (SC Rondorf) ist noch nicht terminiert. Auf der Prioritätenliste stehen bis 2017 insgesamt 16 Plätze.

Für 2013: Wuppertaler Straße (Germ. Mülheim, Viktoria Buchheim, Schulen), Friedrich-Karl-Straße (SuS Nippes, Schulen), Kolkrabenweg (Schwarz-Weiß).

Für 2014: Thurner Kamp I (Adler Dellbrück), Humboldtstr. II (SV Porz, RSV Urbach, GSV Porz, Stadtgymnasium), Egonstraße (TuS Stammheim).

Für 2015: Scheibenstr. (Schulen und mehrere Vereine), Kendenicher Straße (Rot-Weiß Zollstock), Lustheider Straße I (SSV Vingst).

Für 2016: zwei Plätze an der Everhardstraße (Schulen, mehrere Vereine), Martinusstraße (SV Auweiler, Schulen), Bezirkssportanlage Bocklemünd, Heinrich-Rohlmann-Straße (mehrere Vereine).

Für 2017: Hardtgenbuscher Weg (Schulen, Klubs), Zaunhofstr. (SC Meschenich), Fühlinger Weg (SC Weiler-Volkhoven). (pb)

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